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Glossar Castles
Das Glossar erklärt die wichtigsten architekturhistorischen, wehr- und burgenkundlichen Begriffe, die im Rahmen gängiger englischsprachiger Castlebeschreibungen vorkommen können. Dabei werden die Begriffe beschrieben, ggf. wörtlich übersetzt und soweit es einen näherungsweise vergleichbaren deutschen terminus technicus gibt, mit dessen Begriffsinhalt verglichen.

Eine 100%ige Übereinstimmung ist dabei nur in einigen wenigen Fällen gegeben. So wie jedes Castle in Abhängigkeit von Lage, Baugrund, verfügbarem Baumaterial und verfügbaren Mitteln des Bauherrn letztlich ein Unikat ist, so passend, bedingt passend oder unpassend bleiben die Übersetzungen und die deutschsprachigen Entsprechungen.

Das Glossar wird bei Bedarf erweitert. Es ist geplant zukünftig zur Veranschaulichung einzelner Begriffe auch geeignete Bilder und Planskizzen online zu stellen.
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salient auskragender Winkel
sally-port Ausfalltor, Ausfallpforte; seitlich, oft verstecktes kleines Tor, dass den Verteidigern einer Burg die Möglichkeit zum Ausfall und Gegenangriff bot.
scale-and-platt Treppen mit kurzen geraden Stiegen und ausgeprägten Wendeplattformen; gebräuchlich insbesondere in Verbindung mit Bootsländen
scarp innerer (zur Burg gewandter) Hang (seltener Mauer) eines einfachen Grabens oder Wassergrabens
screen eine Mauer aus Holz oder Stein, die eine benachbarte Küche von der Festhalle trennte
segmental (Bogen-)Segment, kleiner als ein Halbkreis
shingles hölzerne Dach-'Schindeln'
shot-hole Schießscharte für Handfeuerwaffen, kleiner als eine Stückpforte
shutter Klappe zum Verschließen von Meueröffnungen wie größeren Scharten oder Stückpforten
sill unterer Abschluss einer Fensterfassung
six-foil sechsblättrig, -flüglig
skew schräg geneigte Steine, die den Giebel über das Dach hinausragen lassen
slight schleifen; eine Burg für die Übergabe so weit beschädigen oder zerstören, dass sie für den eigentlichen Zweck als Wehrbau unbrauchbar ist
solar, solor wörtlich 'Söller' – i.d.R. nur für schottische castles gebräuchlich; bezeichnet ursprünglich die voll im Dachstuhl integrierten Räume, später dann die Gesamtheit der Privatgemächer des Burgherrn neben oder über der 'hall', auch 'Empfangszimmer' im Sinne von 'lord's parlour'
splay Öffnung/Scharte, die sich nach innen erweitert
squinch arch bogenförmige Stützkonstruktion für einen Eckturm, der nicht den Boden erreicht
stepped Sims mit einer Reihe von Rücksprüngen
stoup Weihwassergefäß, -becken; oftmals an der Wand neben der Eingangstür einer Kapelle
string-course Mauerband, über die Gesamtbreite der Mauer laufende Simse
stronghouse verteidigungsfähiges Wohnhaus; viele Castles der Spätzeit (ab Renaissance) fallen eigentlich unter diese Kategorie
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