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| The Battle of Stirling Bridge - Vorabend und Nacht vor der Schlacht |
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Als die Engländer am 10.09. nach Stirling vorrückten, war ihnen bekannt, dass nördlich, jenseits des Flusses Forth, starke schottische Verbände zusammengezogen worden waren. Am Vorabend der Schlacht lagerte das englische Heer - rund 13 000 Berittene und 60 000 Mann zu Fuß - als mehr oder minder geschlossener Verband irgendwo im Bereich zwischen Castle Hill und Flussufer. Die schottische Armee - zahlenmäßig weit unterlegen, doch genaue Zahlenangaben fehlen - lag in zwei Gruppen einmal auf der Höhe von Abbey Craig und mit dem zweiten Verband am Fuße der Ochils etwas nordwestlich davon. Noch am Abend des 10.09. kam es zu einem Vermittlungsversuch des mit Wallace uneinigen schottischen Adels durch James The Steward und den Earl of Lennox. Der Versuch scheiterte.
Im Schutz der Dunkelheit setzte sich das englische Heer noch vor Morgengrauen in Bewegung. Starke Verbände überschritten bis in die frühen Morgenstunden den Forth. Zu diesen Truppen zählten insbesondere auch große Anteile der Eliteeinheiten wie die armoured knights (Panzerreiter, schwere Kavallerie) und die erst jüngst ausgehobenen Einheiten Waliser Bogenschützen. Entgegen aller Erwartungen zogen sie allerdings nicht nach Norden, um die strategisch wichtige Höhe von Causeway Head zu nehmen, sondern sie zogen ungefähr eine Meile nach Westen und richteten sich dort in der Niederung in einem Brückenkopf ein. Das Hauptheer - insbesondere die Masse der Fußtruppen, die von den englischen Militärführern der Zeit traditionell gering geschätzt wurden - blieb aber südlich des Flusses und zog in einen Bereitstellungsraum etwas westlich des heutigen Kildean Hospitals.
Wider aller Erwartungen der Engländer sind die Truppenbewegungen von den Schotten bemerkt und genau analysiert worden. Während sich die Engländer in ihrem Brückenkopf einrichteten, drangen noch in der Dämmerung des 11.09. nach Abschluss der englischen Verlagerungen leichte, bewegliche Verbände der Schotten in Richtung auf den Forth vor. Dabei umgingen sie Causeway Head im Osten, so dass sie ihrerseits von den englischen Truppen unbemerkt blieben. Sie schlugen die im Bereich des Flussüberganges noch vorhandenen Truppenteile der Engländer. Noch bevor es zur eigentlichen Schlacht kam, war damit der englische Brückenkopf de facto vom größten Teil des Heeres und den Nachschublinien zum Castle abgeschnitten.
(tsp/rh)
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