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The Battle of Stirling Bridge - Falkirk
Bis zur Schlacht von Falkirk - nicht einmal ein Jahr später - hatten sich die Kontrahenten auf sehr unterschiedliche Art und Weise gerüstet.

Wallace verfeinerte die Technik der schiltroms, die er mit nochmals längeren Speeren ausstattete (20 statt rund 15 Fuß lang), und die er - in der Absicht, die Kräfte des Gegners auseinander zu ziehen - in vier getrennten Abteilungen aufstellte. Gleichzeitig hat er es aber versäumt, den mobilen Einheiten der leichten schottischen Kavallerie eine der neuen Taktik angemessene Aufgabe zuzuweisen, sie entsprechend auszustatten und zu trainieren. Noch ärger erging es den (wenigen) schottischen Bogenschützen, die in seiner ganz auf Defensive eingestellten Taktik praktisch nicht vorkamen. Derart gravierende Versäumnisse wären unter einem de Moray nur schwer vorstellbar gewesen.

Die Engländer aber hatten nicht nur ihre Elitetruppen wieder aufgefüllt - neu ausgehobene Bogenschützenverbände aus der Gasconge und aus Wales, Verstärkung ihrer schweren Kavallerie - sondern mit zusätzlich 2000 Berittenen und rund 12000 Mann zu Fuß die Verluste von Stirling Bridge nahezu eineinhalbmal mit kampferprobten Truppen aus dem Flandernkrieg ausgeglichen. Hinzu kommt als entscheidender Faktor, dass sie auch für beide Truppenteile neue Strategien entwickelt hatten. Die Bogenschützen traten in mehreren Wellen nacheinander in Aktion, die Reiterei stürmte nicht mehr nur vor, um alles nieder zu reiten, sondern wich im letzten Moment der massiven Gegenwehr der schiltroms aus. Zugleich bekam die Masse der Truppen zu Fuß wieder eine aktive Rolle beim Vortrag des Angriffs zugewiesen.

Die militärischen Ergebnisse sind hinlänglich bekannt: Die englische Kavallerie umging die nahezu am Platz verharrenden ("eingeigelten") schiltroms, ritt stattdessen die Bogenschützen an den Flanken nieder und schlug die weit unterlegene, leichte schottische Kavallerie in die Flucht. Damit war der Weg für die englischen Bogenschützen und Fußtruppen frei, die nun die schiltroms niedermachten und so der schottischen Armee die vernichtende Niederlage von Falkirk beifügten. Dabei hatten die Schotten alle Geländevorteile auf ihrer Seite, nutzten aber die Optionen bis hin zur Flucht in die hinter ihren Linien liegenden Wälder nicht.

Politisch markieren beide Schlachten zusammengenommen den entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte des War of Independence. Stirling Bridge sieht für einen kurzen Moment die "Rebellenfraktion" aus niederem Adel und Bürgertum (wenn man so will: den aufstrebenden Dritten Stand) unter den Führern de Moray und Wallace auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Mit der Niederlage von Falkirk war der Machtanspruch ebenso schnell vergangen, wie er formuliert worden war. Nach Falkirk gewinnt der alteingesessene schottische Adel wiederum die Oberhand. Dem von ihm gekürten neuen Anführer, Robert The Bruce, bleibt es schließlich vorbehalten, die schottische Unabhängigkeit 1328 für die nächsten fast 300 Jahre zu erringen.


(tsp/rh)

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