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The Battle of Stirling Bridge - Auf dem Höhepunkt der Schlacht
Zu diesem Zeitpunkt müssen zwei Kampforte voneinander unterschieden werden:

Zum einen versuchten die englischen Reservetruppen, d.h. genauer gesagt nur die Burgbesatzung von Stirling Castle, den an die Schotten verlorenen Flussübergang im unmittelbaren Schutze der Burg zurück zu erobern. Dies gelang ihnen aber nicht, weil einerseits die Verbände zahlenmäßig zu schwach, andererseits die nur leicht bewaffneten (zumindest ohne schwere Panzerung kämpfenden) schottischen Verbände viel beweglicher waren.

Die Kämpfe um den Flussübergang waren verbissen. Die Schotten hatten hier ihre höchsten Verluste. Für die Engländer waren sie aber nicht mit dem erhofften Erfolg gekrönt. Zu keinem Zeitpunkt gelang es englischen Verbänden an dieser Stelle wieder einen Fuß auf das nördliche Ufer des Forth zu setzen.

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Die Burgbesatzung von Stirling Castle, die einzige Truppenreserve der Engländer, war weder für den Kampf im offenen Gelände ausgebildet, hatte im Gegensatz zu Teilen des englischen Hauptheeres keinerlei Erfahrungen mit den neuen schottischen Taktiken und konnte angesichts der schwierigen Geländeverhältnisse im Uferbereich nicht ihre tatsächliche Kampfkraft entfalten. Sie waren für das Gelände schlicht zu schwerfällig.

Gleichzeitig tobte etwa 1 Meile westlich der Kampf zwischen dem schottischen Hauptheer und der verstärkten Brückenkopfbesatzung der Engländer. Die Truppen, die die Engländer aus dem Hauptheer durch die Furt nachführen konnten, reichten nicht aus, um den Brückenkopf entscheidend zu verstärken. Die englische Kavallerie erlitt durch die neue Taktik der Schotten gleich zu Beginn ihres Einsatzes schwerste Verluste; die im Kampf Mann gegen Mann unerfahrenen walisischen Bogenschützen waren, nachdem sie einmal ihre Munition verschossen hatten, weit weniger gefährliche Gegener, als die regulären englischen Fußtruppen, deren größte Kontingente aber noch auf der anderen Flussseite standen. Durch rasch aufeinander folgende Vorstöße, die aus allen situativ möglichen Richtungen erfolgten, wurde der englische Brückenkopf nach und nach in ungünstigeres Gelände abgedrängt, in dem insbesondere die bis zu diesem Zeitpunkt verbliebenen Teile der schweren Kavallerie nicht wie gewohnt agieren konnten. Die gesamte Mannschaft des Brückenkopfes wurde so Zug um Zug mitsamt den nachgeführten Verstärkungen aufgerieben. Es kam zu einem regelrechten Massaker, das in den schottischen Originalberichten auch als solches bezeichnet wird.

Der immer noch größte Teil des englischen Heeres musste derweil vom gegenüberliegenden Ufer nahezu tatenlos mit ansehen, wie die Truppen jenseits des Forth vernichtend geschlagen wurden. Wohl schon zu dieser Phase des Kampfes verließ der englische Oberkommandierende, der alte John de Warrene, den Ort des Geschehens und setzte sich mit einem kleinen "Gardetrupp" nach Südwesten ab.


(tsp/rh)

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