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Landeskunde Bevölkerung |
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| Die Bevölkerung Schottlands - Religionszugehörigkeit |
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Die Frage der Religionszugehörigkeit/Konfession spielt in Schottland und etwa im Vergleich zu Deutschland eine nachrangige Rolle, was sich auch in der amtlichen Statistik niederschlägt. Einigermaßen verlässliche Zahlen gibt es darum nur auf Basis der nationalen Zensus-Daten, regionale Informationen fehlen nahezu vollständig.
Auf der Basis der Volkszählungsergebnisse 2001 ergibt sich dabei landesweit folgende Verteilung (Anteil der Religion/Konfession an der Bevölkerung insgesamt):
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Church of Scotland: 42% |
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Römisch katholisch: 16% |
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andere christliche Glaubensgemeinschaften: 7% |
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Islamisten: 0.8% |
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Buddhisten: 0.1% |
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Sikh: 0.1% |
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Juden: 0.1% |
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Hindu: 0.1% |
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sonstige Religionen: 0.5% |
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keiner Religion angehörend: 28% |
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keine Antwort: 5% |
Während die Mitglieder der Church of Scotland nahezu gleichförmig in der Fläche verteilt sind, konzentrieren sich die Mitglieder der römisch-katholischen Kirche auf Schwerpunkte im Großraum Glasgow (auch als Folge früherer Zuwanderungen aus Irland) und um den alten Bischofssitz St Andrews. Der vergleichsweise hohe Bevölkerungsanteil, der sich keiner Religion oder Glaubensgemeinschaft zugehörig fühlt, erklärt sich auch aus der traditionell weiten Verbreitung des Freimaurerwesens in Schottland. Die Verbreitung der nicht-christlichen Religionen beschränkt sich im Wesentlichen auf die städtischen Zentren im Midland Belt, um Dundee und Aberdeen.
Dennoch fällt auf, dass das Leben gerade in den ländlichen Gebieten bis heute stark von kirchlich-christlichen Traditionen geprägt ist. Der Tourist merkt dies am ehesten noch entlang der Nordwestküste und auf den Inseln, wenn bis in den späten Sonntagvormittag hinein das öffentliche Leben zum Erliegen kommt. Busse und Fähren fahren - wenn überhaupt - nach ausgedünnten Fahrplänen, Läden, Restaurants und Tankstellen bleiben schon mal bis nach dem Kirchgang geschlossen.
Auf der anderen Seite nehmen das Thema Religion und religiöse Sitten und Gebräuche einen festen Platz auf den schottischen "Witz-Seiten" ein. Auffallend aber auch hier: So zahlreich die Schottenwitze mit religiös gefärbten Inhalt auch sind, sie zielen nie "unter die Gürtellinie". Sie zielen immer auf äußere Formen und Verhaltensweisen, verletzen nie den Inhalt des anderen Glaubens.
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| It's the way Angus would've wanted it. |
Eine Ursache ist dafür sicher auch: Die Konfessionen arbeiten viel enger und "geräuschloser" zusammen, als man dies vom Kontinent her gewohnt ist. Da spart man schon mal im Winter an den Heizkosten und nutzt nacheinander nur eine geheizte Kirche, teilt sich friedlich, schiedlich in die verschiedenen Ämter, zumal wenn die Kirche im Besitz der (politischen) Gemeinde ist. So stellt z.B. bei der St Magnus Cathedral die eine Glaubensgemeinschaft den Küster, die andere bezahlt den Organisten, die dritte den Chorleiter usw. Selbst die russisch-katholischen Mönche von Papa Stronsay bedienen sich für den sonntäglichen Gottesdienst, den sie in ihrer Kirche in Whitehall/Stronsay abhalten, eines methodistischen "Organisten", der auf dem Keyboard den Gemeindegesang begleitet.
Obwohl alle Religionsgemeinschaften stark am öffentlichen Leben teilhaben, spielen andererseits konfessionsgebundene Einrichtungen wie Schulen (denominational schools) oder Kindergärten eine absolut untergeordnete Rolle. Sie werden auf Wunsch der Elternschaft zwar eingerichtet und in sehr geringem Umfang basisfinanziert (auf Basis der Education Act von 1918), sind im Wesentlichen in ihrer Existenz aber abhängig vom Engagement der Eltern; Konkordatszwänge, wie wir sie aus Deutschland kennen, gibt es nicht.
(tsp/ws)
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