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Die Fauna Schottlands - schottische Haustiere
copyright tsp/ws
Castlemilk Moorit Schaf

Eigenschaften:
Aufmerksam, temperamentvoll und wachsam. Heute vor allem als Zierschaf eingesetzt, obwohl die Wolle sehr gut genutzt werden kann.

Herkunft:
Abstammung vermutlich vom Soay-Schaf o.ä. Züchtung ab Anfang des 20. Jahrhunderts in Südwest-Schottland (Dumfries) auf der Basis von Kreuzungen mit Shetland moorit, Mufflons und Manx Laoghton.

Verbreitung:
In kleineren Herden über ganz Großbritannien verteilt.
Bestand:
Gilt immer noch als bedrohte Haustierart, obwohl der Bestand langsam wieder zunimmt (UK 1985 nur 95 Muttertiere, 1997 450 tragende Schafe).
copyright tsp/ws
Soay-Schaf

Eigenschaften:
Anspruchslos. Gut zur Landschafts- pflege geeignet, läßt sich aber nicht durch Hunde lenken.

Herkunft:
Ursprünglich von der Soay-Insel vor dem schottischen Festland und dort schon seit der Wikingerzeit verbreitet ("Soay" = "Schafinsel"). Eine von zwei sehr alten Formen aus dem St Kilda Archipel.
Verbreitung:
Auf den St. Kilda Inseln vor Schottland wildlebend; sonst überwiegend Bestände in Haustierzoos.

Bestand:
In Schottland etwa 1000 Tiere, in Europa insgesamt etwa 2500 Muttertiere.

Gefährdungsgrad:
Rote Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.
copyright tsp/ws
North Ronaldsay seaweed eating sheep

Eigenschaften:
Vollkommen anspruchslos

Herkunft:
Ursprünglich von der North Ronaldsay und dort schon seit der Wikingerzeit verbreitet. Praktisch ohne Unterschied zu den Tieren der Bronzezeit und somit vielleicht eine der ältesten Nutztierrassen in Europa überhaupt.
Verbreitung:
Halbwild im Deichvorland der Insel North Ronaldsay lebend. Einmal jährlich Auftrieb und Verteilung der Herden auf die Bauern der Insel durch 11 "Schafgerechte" (eine der ältesten Formen bäuerlich demokratischer Selbstverwaltung).
Wildlebend in zwei sanctuaries im Orkney Archipel.
Da sie zu ihrer Ernährung auf Tang, Algen u.ä. angewiesen sind, können sie fernab von Küsten praktisch nicht gehalten werden.

Bestand:
Jahrgangsweise extrem schwankend je nach Wettergeschehen in den Wintermonaten.

Gefährdungsgrad:
Rote Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.
copyright tsp/ws
Shetland-Pony

Eigenschaften:
Zäh und robust, werden seit langem als Pack- und Zugpferde gehalten.
In England kurzzeitig auch als Grubenpferde genutzt, erwiesen sie sich aber für diese Nutzung als zu anfällig.

Herkunft:
Die Rasse wird seit 2000 Jahren auf den Shetland Inseln gehalten, die genauen Wurzeln sind nicht bekannt. Später möglicherweise Einkreuzung von Islandpferden. Shetland Ponies beherrschen wie diese den Tjalk als zusätzliche Gangart.
Verbreitung:
Auf den Shetland Inseln: Wildlebend auf Uyea, halbwilde Herden auf Fetlar, Unst und Yell sowie in Northmavine und Eshaness; Gestütshaltung überwiegend in Süd-Mainland (Dunrossness).
In Deutschland als Reitpferd und Spielgefährte von Kindern vor allem in den östlichen Bundesländern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Bestand:
Shetland-Ponies sind in ihrem Bestand nicht gefährdet.


copyright tsp/vs
Highland Cattle

Eigenschaften:
Robust und wetterfest, anspruchslos und langlebig. Sehr gute Fleischqualität. Die Rinder werden in jüngster Zeit speziell in der Landschaftspflege verwendet.

Herkunft:
West- und Zentralschottland. Herdbuchzüchtung schon seit 1885.
Verbreitung:
Großbritannien, in Mittel- und Nordeuropa sowie in Nordamerika. In Deutschland erstmals 1978.

Bestand:
Nicht gefährdet. Deutschland ist das größte Highland-Zuchtgebiet auf dem europäischen Festland.


(tsp/ws)
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