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Eriskay Pony
Eigenschaften
Außergewöhnlich "menschenfreundlich" und "pflegeleicht", dabei witterungsunempfindlich und extrem genügsam.

Herkunft
Sehr alte Haustierrasse aus frühgeschichtlicher Zeit. In Folge der abseitigen Lage der Insel Eriskay wurden aber anders als bei den übrigen Island Ponies nie fremde Rassen eingekreuzt.

Verbreitung
Insel Eriskay (etwa 50% des Gesamtbestandes), sonstige Hebrideninseln. Nur sehr wenige Tiere außerhalb Schottlands.

Bestand
Anfangs der 1970er-Jahre war der Gesamtbestand an Eriskays auf 20 Tiere geschrumpft. Mit heute wieder etwa 300 Tieren weltweit gilt diese Haustierrasse immer noch als "kritisch gefährdet" im Sinne der Artenschutzliste des Rare Breeds Survival Trust.

Anmerkungen
Wie genetische Untersuchungen der Universität Leicester aus jüngster Zeit bestätigten, bilden die Eriskay Ponies eine einfache, züchterisch wenig beeinflusste Rasse, die mit Fug und Recht als eine der ältesten Pferderassen Europas bezeichnet werden kann. Die heute noch vorhandenen Tiere sind wohl direkte Nachkommen piktischer bis wikingerzeitlicher Vorgänger. Vergleichsmessungen der Gebäudeproportionen mit Darstellungen auf zahlreichen piktischen Symbolsteinen zeigten, dass die Eriskays den von den Pikten benutzten Reittieren am nächsten kommen.

Der züchterische Einfluss war nur gering und bestand praktisch nur in einer einzigen Maßnahme: Die landwirtschaftliche Gesellschaft, in der die Ponies als Arbeitstiere eingesetzt wurden, war gekennzeichnet von Frauen- und Kinderarbeit, da die Männer oft und langandauernd auf See waren - widerspenstige Temperamente unter den Tieren wurden darum nicht geduldet, konsequent aussortiert und geschlachtet. Ansonsten lebten die Eriskays - ähnlich wie die Shetland Ponies - halbwild in kleinen Herden mit natürlicher Vermehrung und Auslese. Dadurch entstand im Laufe der Jahrhunderte eine Rasse, die einerseits mit den kargen Futtergründen bestens zurechtkommt und durch dichtes Fell, Mähne und Schweif hervorragend gegen das rauhe, windige und feuchte Inselklima gewappnet ist, die andererseits aber als äußerst friedfertig, willig und arbeitsam gilt. Für Jahrhunderte waren sie das universelle Arbeitstier, das - einmal aus dem natürlichen Herdenverband herausgelöst - die Nähe zum Menschen geradezu suchte.

Die Eriskays standen den Inselvaritäten der Highland Ponies nahe, insbesondere den etwas leichter gebauten Islay und Barra Ponies (beide heute vergangen). Sie sind im Schnitt mit 12hh bis 13.2hh kleiner als die Highland Ponies aber deutlich größer als die modernen Shetland Ponies.

Link: Eriskay Pony Society


(tsp/ws)
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