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Landeskunde Fauna |
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| Highland Pony |
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| Highland Ponies - Stute und Fohlen auf der Hauskoppel der deutschen Zucht Tappborn Pferde, Müssen, Schleswig-Holsten |
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Eigenschaften
Im Allgemeinen gutmütiges und williges Arbeits- und Reittier. Wegen seiner Ausgeglichenheit und Trittsicherheit heute insbesondere auch geschätzt als Trekking Pony für weniger erfahrene Reiter und Kinder.
Herkunft
Das Highland Pony galt und gilt als eine der reinsten britischen Züchtungen, in die praktisch zu keinem Zeitpunkt ausländische Rassen eingekreuzt wurde. Die Behauptung, dass in die Vorläufer vor allem während des 16./17. Jahrhunderts in nennenswertem Umfang spanische und französische Rassen eingekreuzt worden seien, fanden zumindest bei genetischen Untersuchungen an schottischen Beständen keine signifikante Bestätigung. Die Zuchtbücher verzeichnen gleichfalls eine der am längsten andauernden britischen Traditionen: Sie reichen bis in die 1880er-Jahre zurück.
Verbreitung
Schottland mit Schwerpunkt Highlands und Islands, insbesondere Argyll, Skye und Großraum Inverness.
Außerhalb Schottlands ist rein zahlenmäßig Deutschland das wichtigste Zuchtgebiet.
Bestand
Die Highland Ponies sind in ihrem Bestand von rund 5000 Tieren in Schottland und nochmals mindestens etwa 1000 Tieren weltweit als Haustierrasse heute gesichert.
Anmerkungen
Die Rasse selber ist wesentlich älter und die Abgeschiedenheit des schottischen Hochlandes und der Inseln vor der Westküste führte dazu, dass sich im Laufe der Jahrhunderte etliche Spielarten entwickelten. So kennt man bereits aus dem 18. Jahrhundert folgende Schläge: Rhum, Mull, Islay und Barra, wobei die beiden letztgenannten vergleichbar dem heute noch in kleiner Zahl existenten Eriskay Pony von etwas leichterer Statur waren.
Noch vor 200 Jahren war das Highland Pony das universelle Arbeitspferd Schottlands, vor allem der Highlands, aber auch in den Lowlands, wo es mit ähnlichen Rassen wie dem heute ausgestorbenen Galloway Pony oftmals gekreuzt wurde.
Es war keine geringere als Königin Victoria, die mit ihrem Interesse an den Highland Ponys und als Patronin der The National Pony Society die Zucht ganz wesentlich förderte. Ihrem Vorbild folgten viele schottischen Großgrundbesitzer, allen voran der Duke of Atholl mit seinem Gestüt.
Diese reinen Arbeitstiere, die auch vom Militär sehr geschätzt wurden (Scottish Horse, Lovat Scouts), waren mit einer Schulterhöhe von 15.2 hh (15.2 'hands high' etwa Stockmass von 157,5) rund 1hh (etwa 10cm) größer als die modernen Highland Ponys entsprechend den Zuchtstandards. Diese wurden von der National Pony Society für die 'Mountain and Moorland Ponies', wie sie damals genannt wurden, ab etwa 1913 festgelegt. Diese Standards wurden maßgeblich durch das 'Faillie' Stud in Skye beeinflusst, das in den 1890er Jahren vom 'Bord of Agriculture for Scotland' als eine Art "Landesgestüt" gegründet und 1913 nach Inverness verlagert worden war.
Als das Institut 1977 trotz heftiger Prostete aus finanziellen Gründen geschlossen wurde, erfolgte aber keine Regionalisierung der Zuchtbücher; diese werden nach wie vor zentral von der N.S.P. geführt. Obwohl damals der gesamte Tierbestand von den Mitgliedern der N.P.S. zur Qualitätssicherung aufgekauft wurde, konnte man eine Internationalisierung der Zucht und damit auch eine Zunahme der Varianten nicht verhindern. Deutlich wird dies insbesondere an der Größenentwicklung: die heutigen Tiere sind in der Regel zwischen etwa 13 und 14.2 hh (Stockmaß 132 bis 147,5) groß. Traditionelles Zuchtziel ist immer noch ein starker Knochenbau und kräftige Muskelsubstanz, eben die Merkmale eines leistungsstarken und ausdauernden Arbeitspferdes für die Waldwirtschaft und insbesondere die Rotwildjagd in schwerem Gelände. In jüngster Zeit streben allerdings mehr und mehr Züchter leichtere Formen an, um die Tiere besser als elegantere, aber dennoch ausdauernde und trittsichere Trekking-, Reit- und Kutschpferde besser vermarkten zu können.
Link: Website der deutschen Züchtergemeinschaft
(tsp/ws)
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