'Habitat' bezeichnet eine bestimmte Örtlichkeit, in der ein Tier (einschließlich Mensch) oder eine Pflanze gedeiht/lebt - sei es auf/über dem Land oder im/über dem Wasser. Am ehesten entspricht noch eine Übersetzung als "Lebensraum"; die Enstsprechung zum englischen 'wildlife habitat' wäre der Begriff des 'natürlichen Lebensraum', obwohl längst nicht alle den Lebensraum prägenden Elemente natürlichen Ursprungs sein müssen. In Abgrenzung zu anderen üblichen Begriffen kann man festhalten: Er ist nicht Deckungsgleich mit dem Begriff "Biotop" und auch nicht mit Begriffen wie "Biosphäre" oder "Ökosphäre". Zum einen gibt es Unterschiede hinsichtlich der Dimenson (größer als Biotop, aber längst nicht so allumfassend wie die Begriffe Biosphäre/Ökosphäre), zum anderen finden die nicht natürlichen, von Menschenhand eingebrachten, Elemente als Folge etwa von landwirtschaftlicher Nutzung oder Bebauung eine gleichwertige Berücksichtigung. Schließlich ist der Begriff Habitat in dem Sinne "wertfrei", als er keine Aussagen hinsichtlich der Schutzwürdigkeit des Areals oder seines Status als Schutzgebiet beinhaltet.
Aus der Vielfallt der in Schottland vorkommenden Habitatformen werden nachstehend die wichtigsten kurz charakterisiert.
Mountain - Gebirgsregionen
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Als Gebirgsregionen gelten in Schottland alle Gebiete, die oberhalb 700m über dem Meeresspielgel (NN) liegen. Diese Grenze entspricht in etwa der ursprünglich natürlichen Baumgrenze, oberhalb derer Busch- und Waldgebiete nur noch sehr selten vorkommen und/oder von extrem zwergwüchsigen Formen gebildet |
werden. Diese Habitats befinden sich in einem nahezu natürlichen Zustand.
Montane Habitats bestehen im Wesentlichen aus natürlichen Felsformationen, Schneefeldresten, Moos- und Flechtenheiden in den absoluten Hochlagen, Mooren und eingebetteten Terrassen mit Zwergstrauchheide in den tiefer gelegenen Lagen. Ungefähr 12% der schottischen Landfläche (zum Vergleich: 3% in GB insgesamt) gehören zu dieser Region.
Zu den besonderen Attraktionen der Hochlagen gehört, dass wir in Folge der Klimaexposition im nacheiszeitlichen Schottland in vergleichsweise tiefen Lagen eine geradezu alpine/hochalpine Vegetation vorfinden können, wie sie in den Alpen oder den norwegischen Hochgebirgen nur in wesentlich höheren Lagen zu finden ist.
Moorland - Heiden und Krautgrasgesellschaften
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Die Hochländer Schottlands gliedern sich in zwei große Klassen: Oberhalb der ehemaligen Baumgrenze liegen die montanen oder hochmontanen Habitats; unterhalb dieser Hochlagen und hinabreichend bis in die bewirtschafteten Tallagen gliedert sich die sub-montane Zone in Heide-, Grasland- und Moorflächen (moorland, |
grasland and bogs). Auf den Heideflächen dominieren Zwerstrauchvegetationen, vornehmlich geprägt von Calluna vulgaris, der Charakterpflanze der maritim-feuchten Heiden des atlantischen Typs schlechthin.
Obwohl es in den letzten 10000 Jahren zahlreiche Eingriffe und Umgestaltungen gegeben hat, können die Flächen, auf denen fast ausschließlich heimische Pflanzen wachsen, als weitgehend naturbelassen bezeichnet werden. Seit 1988 durchgeführte Bestandsaufnahmen zeigen folgende Flächenanteile: Etwa 8,7% der schottischen Landfläche sind reine Feuchtheide; weitere 15,7% bestehen aus einer Gemengelage von Feuchtheide und Übergansformen zu Torfmooren und bei 15,4% handelt es sich um natürliches (Kraut-)Grasland mit mehr oder weniger großen Einsprängseln von Feuchtbiotopen.
Peatland - Torfmoore
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Torfmoore sind die natürlich gebildeten Lagerstätten von Torfablagerungen, d.h. von abgestorbenen Pflanzenresten, deren Verfall durch ständigen Wasserabschluss verzögert wird. Die oberirdisch wachsenden Pflanzen entfernen sich dabei mehr und mehr von den darunterliegenden mineralischen Böden durch die |
Ablagerung von Torf. Die so entstehende Formation wird in Schottland allgemein als 'peatland' oder auch 'mire' bezeichnet.
Diese Torfformationen machen manchmal nur wenige Quadratmeter im Umkreis einer Quelle aus, können aber auch ganze Landstriche in der Größe von mehreren hundert Quadratkilometern bedecken. Aufgrund des 'National Peatland Resource Inventory' läßt sich abschätzen, dass rund 14% der Gesamtfläche Schottlands von Torfmooren bedeckt sind.
Zwei Formen sind grundsätzlich zu unterscheiden:
Die Lowland Raised Bogs
und
die Scottish Peat Blanket Bogs.
Lowland Raised Bogs
Bei den Lowland Raised Bogs handelt es sich um 'Hochmoore', Ökosysteme die weit überwiegend aber nicht ausschließlich in bestimmten Geländelagen der Lowlands entwickeln. Solch typische Lagen finden sich in 'topographischen Depressionen' (Mulden). In dieser 'klassischen Form' stammt alles 'oligothrophe' (nährstoffarme) Wasser allein aus Niederschlägen. Im relativ niederschlagsreichen Schottland finden sich solche Hochmoore aber auch in Mündungs- und Überflutungsgebieten der Flüsse. Hier kommt es entweder als Folge eines hohen Grundwasserstandes oder aber als Folge mangelhafter Wasserdurchlässigkeit der (lehmigen und tonigen) Böden etwa im Bereich der Flussmündungen zu einer mangelhaften Drainage bzw. zur Ausbildung von Staunässe.
Die dadurch entstehenden anaeroben Bedingungen (Luftabschluss) verzögern die Kompostierung des Pflanzenmaterials, wodurch es zur Ablagerung von Torf kommt. Im Zentrum stärker als an den besser entwässerten Rändern wächst das Hochmoor in die Höhe, wöbt sich schließlich wie ein flaches Uhrglas auf. Dabei können Torfmächtigkeiten von mehr als 12 Metern entstehen.
Hochmoore bieten einen ganz speziellen Lebensraum für oftmals recht seltene Brutvögel und besonders Insekten. Auch aus diesem Grund sind sie durch EU-weite Schutzprogramme als besonders wertvolle Habitats geschützt. Wie überall in Europa sind die Hochmoorflächen drastisch zurückgegangen; allein in Schottland nahmen die Flächen von rund 28000ha zu Anfang des 19. Jahrhunderts auf heute noch etwa 2500 ha ab.
Scottish Blanket Bogs
Die Scottish Blanket Bogs sind typische Vertreter der sogenannten 'Nieder- oder Flachmoore'. Das überwiegend durch zahlreiche Bäche und Quellen eingetragene Wasser ist 'eutroph', d.h. hinreichend nährstoffhaltig, um ein ausreichenden Wachstum auch höherer Pflanzen in der Fläche zu gewährleisten. Wichtigste Vertreter sind die 'Seemuldenmoore', 'Tal-' und 'Hangmoore' neben den ausgedehnt vermoorten Hochflächen insbesondere in Sutherland und Caithness.
Ungefähr 1 Mio ha der Fläche Schottlands sind heute noch von solchen Niedermooren bedeckt. Zahlreiche Programme im Rahmen der EU Habitat Directive wie auch des UK Biodiversity Action Plan zielen darauf, diese Flächen weitgehend zu erhalten. Vorangiges Ziel ist es, 'aktive Moore', d.h. Moore, in denen es unter heutigen Bedingungen noch zur Torfanreicherung kommt, zu schützen und nicht mehr aktive Moore durch landschaftspflegerische Maßnahmen zu reaktivieren (Flutung ehemals trockengelegter Moore).
Als praktisch überall verfügbare Brennstofflager besitzen diese Moore bis heute eine wichtige Funktion als Brennstofflieferanten insbesondere im ländlichen Raum. Unbeschadet der Flächenverluste in den letzten Jahrhunderten (wohl um die 50 bis 60%) wird diese Form der Bewirtschaftung heute teilweise sogar gefördert. Die Nutzung allein durch die Bevölkerung der ländlichen Gebiete gefährdet den Bestand nicht, ist teilweise sogar nötig, um die Reaktivierung von Mooren zu unterstützen.
Unterscheidungsmerkmale
Hoch- und Niedermoore lassen sich auch vom Laien anhand der vorkommenden Charakterpflanzen bei genauem Hinsehen ganz gut unterscheiden. In den nährstoffarmen Hochmooren mit praktisch humuslosen Böden geheihen nur die anspruchlosesten Pflanzen: Torfmoose (Sphagnumarten), Sauergräser, Wollgras, Sumpfporst und Krähenbeere. Erst bei alten Formen, die im Zentrum ein sichtbares Höhenwachstum erreicht haben, kommen Erikazeen später auch vereinzelt Bäume wie Birken und Erlen hinzu. Charakterpflanzen der Nieder- oder Flachmoore sind dagegen: Schilfrohr und Rohrkolben, Binsen, Sauergräser, Stauden und Moose. Als 'Sukzessionsstadien' (Nachfolgestufen der Entwicklung) werden Niedermoore mit ihren wesentlich humusreicheren Böden zu Sumpfwiesen, Bruch- und Auewäldern umgeformt.
Forest and Woodland - Wälder und Forste
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Das Waldkleid, das sich im nacheiszeitlichen Schottland entwickelt hatte, bieldete die westlichsten Auslieger der europäisch-gemäßigten Waldlandzone (boreale/nördliche Wälder der gemäßtigten Breiten). In Abhängigkeit von den wechselnden Klimabedingungen veränderten sich Ausdehnung und Zusammensetzung |
dieser Waldflächen bereits vor den ersten menschlichen Eingriffen mehrfach. In klimatischen Gunsträumen mit vergleichsweise guten Böden entwickelten sich überwiegend natürliche Eichenmischwälder (wie etwa im gesamten Südwesten Schottlands), während in höheren Lagen auf grenzwertigen Böden Nadelwald-Mischformen mit weit verbreiteten Vorkommen der 'Scot's Pine' dominierten.
Durch sehr weit reichende Rodungen, deren Ursprünge bis in die Jungsteinzeit zurückreichen, gingen beide Grundformen weitgehend verloren. Als 1919 die Forestry Commission ihre Arbeit aufnahm, waren die Waldflächen insgesamt und ungeachtet großflächiger, privatwirtschaftlicher Aufforstungen des 19. Jahrhunderts auf weniger als 5% der Fläche Schottlands zurückgegangen.
Bis 1992 wuchs die Waldfläche dann wieder auf rund 14% an. Dieser Waldzuwachs ergibt sich allerdings fast ausnahmslos aus großflächigen, monokulturellen Forstflächen, die von vergleichsweise geringer ökologischer Bedeutung sind. Nach 1992 setzte allerdings ein radikales Umdenken in der Forstwirtschaft ein. So werden in den letzten Jahren fast ausschließlich Mischwaldforste unter besonderer Berücksichtigung heimischer Baumarten angelegt, auch wenn diese forstwirtschaftlich weniger ertragreich sind. Dafür haben sie für die heimische Flora und Fauna eine deutlich höhere Wertigkeit.
Aktuell sind knapp 20% der Fläche Schottlands wieder bewaldet.
Farmland - Landwirtschaftliche Nutzflächen
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Farmland ist ein bedeutender Bestandteil des natürlichen Erbes in Schottland. Das gesamte Farmland kann in 4 Grundtypen unterschieden werden: Bergland-Viehwirtschaft (überwiegend Schafhaltung), Niederungs-Viehwirtschaft (fast ausschließlich Rindermast und Milchviehhaltung), Ackerbauflächen und |
'crofting', d.h. kleinbäuerlich-gemischtgenutzte Flächen. Obwohl Teil der Kulturlandschaft bietet es doch viele naturnahe Habitats. Etwa ¾ der schottischen Fläche sind als landwirtschaftliche Nutzfläche definiert.
Davon werden allerdings nur etwa 11% für den Ackerbau und nur 19% bewirtschaftetes Grasland für die Ziehzucht intensiver genutzt; der weit überwiegende Teil von rund 70% dient dagegen als 'rough grazing' der extensiven Weidenutzung und ist bis auf den Viehverbiss naturnah erhalten. 90% Schottlands sind entsprechend der (noch geltenden) EU-Definitionen als 'Less Favoured Area' (Benachteiligte Gebiete) eingestuft.
Urban - Siedlungsräume
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80% der schottischen Bevölkerung leben in städtischen und kleinstädtischen Siedlungsräumen. Obwohl sie nur rund 3% der schottischen Fläche bedecken, sind es die wichtigsten Kontakträume, in denen der Mensch seine alltäglichen Umwelterfahrungen macht. |
Durch den Niedergang der Schwerindustrie insbesondere im 'Central Belt' wie auch durch die modernen Maßnahmen und Programme zur Umweltverbesserung (Abgasminimierung z.B.), ist die Umweltqualität in den städtischen Siedlungsräumen in den letzten 2 Jahrzehnten deutlich gestiegen.
Neben privaten Gärten, öffentlichen Gärten und Parks, Friedhöfen und Freizeitanlagen bieten vor allem Bahn- und Straßenkorridore, Kanalböschungen und Brachflächen Ansatzpunkte für die Entwicklung völlig neuer Ökosysteme wie der sprichwörtlich gewordenen 'Bahndammgesellschaften' als Sammelbezeichnung für die neuen Pflanzen- und Tiergesellschaften auf extremen Standorten.
Mitunter kommt es zu geradezu kuriosen Formen des Mit- und Nebeneinander, wenn etwa Greifvögel sich hoch aufragende Industrieanlagen oder Brückenbauten mangels adäquaten Baumbestandes als Nistplätze wählen, Eulen oder Fledermäuse sich in die Dachgeschosse alter Industriebauten zurückziehen und so in urbanen Siedlungsräumen manchmal in größeren Populationen überdauern als in "freier Wildbahn".
Freshwater - Süßwassergebiete
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Schottland hat eine breite Pallette an Süßwasservorkommen, beherbert es doch dem Volumen nach rund 90% und nach der Gewässeroberfläche etwa 70% aller Süßwasservorkommen in Großbritannien. Schaut man sich die Landkarten einmal genau an, zählt man rund 30000 Seen und etwa 6600 Fluss- und Bachsysteme. |
Die Süßwasserreserven sind von außerordentlicher Bedeutung für die Wirtschaft (Fischerei und Energiegewinnung), haben einen hohen Erholungs- und Freizeitwert für die Bevölkerung und stellen gleichzeitig eine bedeutenden Umweltfaktor dar.
Sie bieten für eine Vielzahl von Tieren (Fische, Vögel aber auch z.B. Ottern) noch natürliche oder doch sehr naturnahe Lebensräume, die in weiten Teilen des europäischen Kontinents wesentlich stärker belastet, wenn nicht gar zerstört sind.
Coast and Shore - Küsten und Strände
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Gemessen entlang der Linie, die vom mittleren Tidehochwasser (mThw) markiert wird, verfügt Schottland über eine Küstenlinie von rund 11803 Kilometern Länge. Berücksichtigt sind dabei auch alle etwa 800 Inseln, die mit einem natürlichen Vegetationskleid bedeckt sind (von ihnen liegen rund 600 vor der Westküste Schottlands); |
eine gesicherte Schätzung über die Zahl kleinerer, zeitweise überfluteter Inseln und 'skerries' ohne natürliche Vegetation gibt es nicht.
So lang Schottlands Küste ist, so vielgestaltig sind die unterschiedlichen 'shoreline habitats'. Dabei hängt der jeweilige Charakter ab von Faktoren wie Wellenexposition, Salzgehalt des Meeres und der Luft, Geologie des natürlichen Untergrundes, Tidenhub und Strömungsrichtungen/-stärke des Gezeitenstroms. Die Bandbreite reicht von wild zerklüfteten Fels- bis hin zu kilometerlangen Sandstränden, von ausgedehnten, flachen Wattküsten bis hin zu den höchsten Kliffs Europas.
Unbeschadet der kaum noch überschaubaren Anzahl von Publikationen kann festgestellt werden, dass das Inventar der verschiedenen Küsten-Habitats noch längst nicht vollständig erfasst und beschrieben ist.
Zu den landschaftlich eindrucksvollsten Küstenformationen zählen die 'Fjord-' und 'Riasküsten' im Westen Schottlands, als Lebensraum für gewaltige Vogel- und große Seehundkolonien sind besonders die Kliffküsten, Fels- und Sandstrände einzelner Inseln von unschätzbarer Bedeutung.
Estuaries - Mündungsbereiche und Schwemmlandflächen
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Unter 'estuary' ist eine (teilweise vom offenen Gewässer abgeschnittene) Wasserfläche zu verstehen, die als Folge von Sedimentation langsam verlandet. Zu den natürlichen Besonderheiten gehört, dass die eingeschlossenen Gewässer durch laufende Frischwasserzufuhr verbracken, was sie als Lebensraum für |
bestimmte Pflanzen und Tiere interessant macht.
Andererseits waren die ebenen Flächen namentlich an Clyde und Forth seit altersher für die menschliche Nutzung interessant - sowohl als landwirtschaftliche Nutzflächen mit ertragreichen Böden als auch als Bauland insbesondere während der Industrialisierung. Einige Flussmündungen erlitten dadurch schwerste Schädigungen.
Dort wo sie relativ naturnah erhalten blieben, kommt ihnen wegen des interessanten Tier- und Pflanzenbestandes erhöhte Bedeutung als Naherholungsräume der städtischen Agglomerationen von Edinburgh und Glasgow zu. Vor allem kleinräumige Flächen entlang der Nordsee wurden aber in den letzten Jahren mehr und mehr unter Naturschutz gestellt. Damit wird die Tatsache gewürdigt, dass sie mit der durch die Flüsse eingetragenen Schwemmfracht eine Art Spiegelbild oftmals weit entfernter Gebiete des Hinterlandes bilden: Je nach Art der Quellgebirge der Flüsse und Landschaften, die sie durchfließen entstehen dabei entlang der Küsten sehr verschiedenartig gestaltete Uferzonen.
Open Sea - Die offene See
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Die Küstengewässer Schottlands mit durchschnittlichen Tiefen um etwa 30 Meter öffnen sich zur 'offenen See' hin. Sie erreicht über dem vergleichsweise flachen Kontinentalschelf Tiefen bis etwa 200 Meter. Allerdings gibt es auch relativ nahe der schottischen Küste Tiefseegebiete mit mehr als 1000 Metern Wassertiefe wie z.B. den 'Rockall |
Trough' westlich und nördlich des schottischen Festlandes.
Insgesamt gesehen stehen die marinen Landschaften rund um Schottland seit Jahrhunderten unter einem enormen wirtschaftlichen Druck - sowohl durch die Nutzung als Fischfanggründe, als aber auch neuerdings und rasch zunehmend als touristische Zielgebiete: 'Birdwatching', 'sealwatching', 'whalewatching' heißen die Stichworte dazu. Erst allmählich setzt sich das Bewusstsein durch, dass es sich bei ihnen jedoch um die wohl sensibelsten Habitatformen handelt, die in besonderer Weise zu schützen sind.
(tsp/ws)
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