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Schottische National Parks
Von den bisher 13 Nationalparks auf den Britischen Inseln liegen nur zwei in Schottland:

Loch Lomond and the Trossachs National Park
Cairngorm National Park.

Beide Parks sind relativ jungen Datums, wurden erst 2002 und 2003 eröffnet.

copyright tsp/ws

Durch Nationalparks werden besonders interessante Landschaften großflächig geschützt, wobei natur- und kulturlandschaftliche Elemente nahezu gleichermaßen berücksichtigt werden. Konkurrierende Nutzungen zum Naturschutz etwa durch Land- und Forstwirtschaft einerseits, Fremdenverkehrswirtschaft andererseits, sind durchaus gegeben. In gewissen Formen werden sie sogar ausdrücklich gefördert: Extensive Weidewirtschaft etwa oder sogenannt "sanfter" Tourismus.

Eine rahmensetzende Gesamtplanung und ein einheitliche Flächenmanagement sollen dabei für einen Interessenausgleich sorgen. So werden z. B. touristische Interessen in Schwerpunktorten gezielt gefördert, um wirklich schutzwürdige Zonen möglichst frei von Belastungen zu halten. Land- und forstwirtschaftliche Nutzflächen, insbesondere solche mit extensiver Bewirtschaftung dienen dabei häufig als Pufferzonen.

Im Vergleich zu Nationalpark-Konzeptionen auf dem europäischen Festland und insbesondere in Deutschland tritt im Vereinigten Königreich der Naturschutzgedanke etwas stärker in den Hintergrund; häufig ist er dabei auf Reservatsflächen einzelner Träger (etwa der RSPB) beschränkt, die als kleine Flächen in die Nationalparks integriert sind.

Loch Lomond and the Trossachs National Park
Loch Lomond and the Trossachs National Park wurde 2002 eröffnet. Er erstreckt sich von Balloch im Süden bis zum Argyll Forest Park im Westen, schließt Tyndrum, Crianlarich und Killin im Norden, Loch Earn, Callander und den Lake of Mentieth im Osten ein.

Insgesamt umfasst er eine Fläche von rund 1865 km2, ist also gut 2 ½ mal so groß wie das Bundesland Hamburg.

Bewirtschaftete Nadelwald-Forste stehen neben überwiegend natürlichen Laubwäldern, wilde Täler, rauhe Berghöhen und zahlreiche Seen machen den landschaftlichen Reiz aus.

Touristische Schwerpunkte bilden der Queen Elizabeth Forest Park mit seiner umfangreichen, naturnahen Infrastruktur, der südliche Uferbereich des Loch Lomond rund um das Zentrum Balloch und das sogenannte 'Rob Roy County' um Balquhidder und die Stadt Callander.

Zentrale Informationen bietet das The National Park Gateway Centre, Tel. 01389 722 199, auf seiner Homepage: http://www.lochlomond-trossachs.org.

The Cairngorms National Park
Am 1. September 2003 eröffnet, ist The Cairngorms National Park der jüngste und mit rund 3800 km2 zugleich der größte Nationalpark auf den Britischen Inseln.

Er erstreckt sich von Grantown of Spey im Norden bis zu den Talschlusslagen der Angus Glens im Süden, von Ballater im Osten bis über Dalwhinnie und Drumochter im Westen. Im Südwesten schließt er große Teile der Laggan Area und des Glen Livet Estate ein.

Der Nationalpark beherbergt mehr als ein Viertel der natürlichen Waldfläche Schottlands und etwa 25% aller besonders bedrohten Pflanzenarten auf den Britischen Inseln.

Weite Teile der mitunter sehr wilden Berglandschaft sind verkehrstechnisch nicht erschlossen. Touristische Zentren wie etwa die Cairngorm Ski Area oder das Erholungsgebiet um Loch Morlich mit seinem Wassersportzentrum sind nur über Stichstraßen erschlossen. Als Fernstraße zerschneidet die A93 den Park von West nach Ost und erschließt dabei das Fremdenverkehrsgebiet zwischen Ballater und Braemar sowie das Wintersportgebiet um Spittal of Glenshee. Die A9 streift den Park im Westteil und erschließt die Fremdenverkehrsregion um Aviemore.

Zentrale Informationen bietet The Cairngorms Partnership, Telefon 01479 873535 auf der Seite: http://www.cairngorms.co.uk.


(tsp/ws)
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