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Landeskunde Geologie |
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| North-West Highlands GeoPark |
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Eine Vorbemerkung
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Auf den ersten oder zweiten Blick möchte man meinen, es geht mal wieder "nur um die Geologie", für viele "Normaltouristen" eh eine Geheimwissenschaft: Denn wer rechnet schon täglich mit vielen Hundert-Millionen - Banker vielleicht, mit Euros oder Pfund Sterling, aber in Jahren?
Vordergründig geht es schon um Sachverhalte, die sich dem normalen Schottland-Touristen verschließen. Letztendlich geht es aber um ein par ganz einfache Grundlagen, die das beleuchten, was die Mehrheit der interessierten Schottlandfans vom ersten Moment an fesselt: Die Entstehung dessen, |
was ein jeder ganz nach persönlichem Empfinden und individueller Ausdrucksfähigkeit erst genießt und dann mehr oder weniger euphorisch "feiert" und gegenüber Freunden und Bekannten "lobpreist" - die immer wieder und mit ihren verschiedenen Facetten faszinierende Landschaft Schottlands, insbesondere die im "rauen" Nordwesten des Festlandes.
Wir haben viele Details, die man "auch noch" wissen müsste, die man nach Meinung einiger Spezialisten einfach nicht unter den Tisch fallen lassen kann, dennoch ausgeklammert, "reduced to the max", in der ganz einfachen Hoffnung, dass damit die wesentlichen Grundlagen so deutlich werden, dass sie für jedermann nachvollziehbar werden.
Wir sind uns dabei ziemlich sicher, dass man in Kenntnis dieser Basisinformationen bei einem zweiten oder dritten Besuch der Region, diese mit ganz anderen Augen sieht …
Am Beispiel erklärt: Es gibt in Schottland keinen zweiten Berg, der sein Aussehen so radikal ändert wie der Suilven, je nachdem von wo aus man ihn betrachtet: Vom Südosten auf der Fahrt von Ullapool nach Unapool oder aus der Gegend um Lochinver, keinen zweiten Berg, der sich von einem "Massiv" zu einem "Zuckerhut" wandelt. Unsere Hoffnung ist ganz bescheiden: Nach dem Lesen des Kapitels sollte es eigentlich klar sein, warum und wieso das so ist.
Der GeoPark
Die North-West Highlands erhielten im Jahre 2005 offiziell den Status eines European GeoParks. Es ist der bisher einzige GeoPark auf schottischem Boden, der 25. in Europa und der 37. GeoPark weltweit.
Die GeoParks gehen zurück auf eine Initiative der EU. European GeoParks sind Gebiete, die sich hinsichtlich ihres geologischen Erbes auszeichnen durch
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eine hohe wissenschaftliche Qualität und Bedeutung |
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eine relative Seltenheit der geologischen Vorkommen und Befunde |
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einen besonderen ästhetischen Reiz und |
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einen hohen Stellenwert für Bildung und Erziehung. |
Wichtige Zielsetzungen, die man mit der Ausweisung von GeoParks verfolgt, sind
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die Bewahrung des geologischen Erbes u.a. durch Entlastung der |
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anderen vorhandenen Schutzgebiete |
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die Schärfung des öffentlichen Bewusstseins für die Bedeutung von |
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Geologie und anderen natürlichen Faktoren für das tägliche Leben |
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die nachhaltige Förderung insbesondere der regionalen Fremdenver- |
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kehrswirtschaft durch die gezielte Erschließung und Pflege der Natur- und Kulturlandschaften. |
GeoParks selbst sind aber keine Schutzgebiete im Sinne der jeweils nationalen oder internationalen Naturschutzgesetzgebung. Sie fallen weder nach nationalem noch nach internationalem Recht unter die SPA, die 'special protection areas', wie in Deutschland die Naturschutzgebiete und geschützten Biotope oder in Schottland die SSSIs, 'sites of special scientific interest' oder die Feuchtgebiete der 'RAMSAR sites'.
Trotzdem hat sich aus diesem Ansatz heraus mittlerweile ein weltweites Netzwerk von GeoParks unter der Schirmherrschaft der UNESO entwickelt.
Durch die GeoParks sollen großflächige Einheiten in ihrer Substanz erhalten werden. So erstreckt sich der North-West Highlands GeoPark (NWHGP) über eine Fläche von mehr als 2000 Quadratkilometern. Seine Grenzen schließen im Südwesten die Summer Isles ein, im Südosten die Coigach-Region. Die Grenze verläuft dann immer knapp östlich der Moine Thrust, dem geologischen Leitmotiv des Parks, nach Norden und erreicht auf dem Ostufer des Loch Eriboll wieder den Atlantik. Zum Atlantik hin ist der Grenzverlauf (noch) nicht definiert; jedenfalls hat man keine zusammenhängenden Seegebiete einbezogen, da man den Diskussionen um die Einrichtung eines "Scottish Marine Nature Parks" nicht vorgreifen wollte.
Der NWHGP schließt aber eine Reihe hochrangiger Schutzgebiete ein, deren Schutz durch die zielgerichtete Entwicklung des NWHGP weiter verbessert werden soll. Für diese Gebiete, zu denen etwa das Bird Reserve Handa Island der Royal Society for Protection of Birds (RSPB) ebenso gehört wie die National Nature Reserves Loch a' Mhuilin bei Scourie und Inverpolly sowie die neugeschaffenen National Nature Reserves (NNR) in Inchnadamph und Knockan oder zahlreiche Sites of Special Scientific Interest, soll der NWHGP so etwas wie "Pufferzonen" schaffen und für naturkundlich interessierte Besucher Alternativen bieten, ohne die engeren Schutzgebiete zusätzlich zu belasten.
 Bildunterschrift: Pipe Worm, Pastik von Susheila Jamieson. (Standort: Quarry) |
Hinweis:
Die in den nachstehenden Texten verwendeten geologischen Fachbegriffe können im Glossar des Portals nachgeschlagen werden.
Team SchottlandPortal dankt insbesondere Dee Roberts, Area Officer (West Sutherland Wester Ross (North)) Scottish Natural Heritage/Dualchas Nàdair na h-Alba, für die freundlich gewährte Hilfe und kostenlose Überlassung vom Bildern des SNH. |
(tsp/ws/md/vs)
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