VisitScotland
Geschichte
Zeittafel
Geschichte in Themen
Berühmtheiten
Landeskunde
Allgemeines
Geologie
Geografie
Klima
Flora
Fauna
Bevölkerung
Wirtschaft
Soziales
Regionen
Allgemein
Süden
Inseln
Städte
Reise
Allgemeine Infos
An- und Einreise
Verkehrsmittel
Reise-ABC
Sehenswürdigkeiten
Touren
Impressionen
Fotografien
Reiseberichte
Letters from Scotland
Bild des Monats
Desktopbilder
Webcams
Kultur
Volkskunde
Sprache
Literatur & Dichtung
Musik
Architektur & Kunst
Sport
Kulinarisches
Touristisches
SchottlandCommunity
zum Forum
zum Fotoalbum
zum Chat
Shop
Allgemein
aktuelle Fernsehtipps
Veranstaltungskalender
Linkliste
News
Postkarten
Gästebuch
Partner
Statistik
Teach Scotland
Werbung
Newsletter
Sie möchten über Aktuali-
sierungen informiert wer-
den? Tragen Sie hier ihre
Emailadresse ein.
 Landeskunde Geologie [ zurück ]
Die Geologie der Northern Isles
Gemeinsam betrachtet spiegeln die Northern Isles die Geologie des ganzen schottischen Nordens wieder. Zudem liefern sie eine komplette Zusammenschau der geologischen Vorgänge im ehemaligen Orkney Becken (Orcadian Basin).

Dabei macht schon ein flüchtiger Blick auf die Karte deutlich, dass beide Inselgruppen sehr unterschiedlich strukturiert sind.

copyright tsp/ws

Die Geologie Shetlands ist vielfältiger und wesentlich Komplexer als die der Orkney Inseln. Die Gründe dafür liegen in sehr großräumigen Verschiebungen entlang einer großen Zahl nord-süd verlaufender Bruchlinien, darunter auch die nördliche Verlängerung der Great Glen Fault. Dadurch kamen sehr unterschiedliche Materialien aus verschiedensten Zeitaltern auf engstem Raum zusammen.

Über 2 Mrd. Jahre Erdgeschichte von den ältesten Lewis Gneisen über die Gesteine der Moine Supergroup bis zu den Gesteinen des Dalradian treffen über Distanzen von wenigen Kilometern aufeinander. Auf Unst und Fetlar treten zudem ehemalige Tiefseeböden und Mantelgesteine an die Oberfläche. Als Unst Ophiolite tragen sie ganz wesentlich zur außergewöhnlichen Vielfalt der Geologie Shetlands bei.

Im Gegensatz zu Shetland werden die Orkney Inseln weit überwiegend von Gesteinen des Devon gebildet, die vor etwa 400 bis 360 Mio Jahren gebildet wurden. Lokale Unterschiede in der Gesteinshärte sind dabei ursächlich für die Ausformung des heutigen Reliefs und einige markante Einzelformen etwa im Bereich der Kliffküsten von West-Hoy.

Die in Orkney und Shetland anzutreffenden Sandsteine aus dem Devon wurden im Orcadian Basin gebildet, in dessen Zentrum ein Süßwassersee existierte, der von den Flüssen der schottischen Highlands gespeist wurde und nach Süden und Westen entwässerte. In größeren Tiefen war der See sehr sauerstoffarm. In diesen Zonen kam es zur Ausbildung zahlreicher, hervorragend erhaltener Pflanzen- und Fischfossilien, für die die gesamte Region berühmt ist.

Beide Inselgruppen wurden zudem während der letzten Eiszeit stark glazial überformt, wobei Shetland insgesamt gesehen in stärkerem Maße Spuren der ehemaligen Vereisungen aufweist. Insbesondere entlang der Höhenzüge sind bis heute deutliche Spuren ehemaliger Gletscherströme erhalten; glaziale Ablagerungen finden sich dagegen nur als durchweg dünne Deckschichten. Auch für den Laien gut erkennbar sind die typischen Gletschertäler (Dales) mit ausgeprägten Schliffkanten in den Höhenlagen der Bergzüge, die besonders an der Westküste Mainlands in lange Fjorde übergehen. Anders ist die Situation in Orkney, wo die Gletscher einerseits die Höhenzüge aus weicherem Gesteinsmaterial stärker einebneten, andererseits dickere Deckschichten hinterließen, in denen Flüsse und Bäche das heute bestehende Mikrorelief formten. Typische Gletschertäler finden sich aber in Nord-Hoy, subglaziale Ablagerungen wie Drumlins und Oser dagegen vor allem auf den nördlichen Inseln wie z.B. Shapinsay.

Es fällt schwer, aus der Vielzahl sehenswerter sites eine halbwegs angemessene Auswahl zu treffen. Aus diesem Grunde sei hier ausnahmsweise eine Beschränkung auf solche sites erlaubt, die wegen ihrer Einzigartigkeit gepaart mit einer guten Erreichbarkeit zugleich von besonderer touristischer Bedeutung sind.

copyright tsp/ws

Unst
Im Schutzgebiet der Keen of Hamar treten Unst Ophiolite zu Tage. An der Oberfläche rostbraun verwittert sind sie rein optisch auffällig, wirken stellenweise wie eine karge "Mondlandschaft". Was man aber hier, nur wenige Meter oberhalb des Meeresspiegels, nie vermuten würde, sind kleinräumig ausgebildete morphologische Erscheinungen, sie eigentlich in subarktische oder hochalpine Regionen gehören würden: Solifluktionsformen und Kryoturbationen mit ihren typischen Strukturen.

Eshaness
Die wild zerklüftete Küste von Eshaness markiert einen ehemaligen Vulkanrand, dessen basaltähnliches Material durch die Erosionwirkung des Meeres in zahlreiche Stacks zergliedert ist. Neben besonderen Formen einer storm coast, finden sich auf engem Raum alle Formen, wie sie für Shetlands und Orkneys Kliffküsten typisch sind: Gloups, Geos, Blowholes.

St Ninian's Isle
Durch die in dieser Gegend rechtwinklig auf die Küste treffenden Meeresströmungen kommt es im Schutz der Insel zu einer Stillwasserzone, in der sich seit der letzten Eiszeit ein Tombolo - eine durch Geröll- und Sandablagerungen gebildete Landbrücke zum Festland - entwickelt hat. Tomboli sind zahlreich in Shetland anzutreffen, aber der von St Ninian's Isle ist wegen seiner Materialfeinheit sicherlich der schönste.

Gurness
Bei der Anfahrt zum Kulturdenkmal des Broch of Gurness wurde vor einiger Zeit eine SSSI für die Öffentlichkeit erschlossen. Zu finden sind Aeolionite, in der "Versteinerung" begriffene, feinkörnige Windablagerungen aus Sand und Muschelbruch. Diese Form der terrestrischen Gesteinsbildung ist eigentlich typisch für ganz andere Klimazonen, wie etwa die küstennahen Gebiete der Nord-Sahara.

Quoyloo
Der Steinbruch von Quoyloo ist weltberühmt für seine Fischfossilien. Als blauschwarz schimmernde Einschlüsse sind sie in den fossilienführenden Schichten der Sanwick Fishbeds im ansonsten hier grauen Gesteinsmaterial der Old Red Sandstones leicht zu entdecken.

Old Man of Hoy
Ein Stack mit rechteckigem Grundriss von etwa 30x30 Metern und der imponierenden Höhe von 137 Metern - das höchste Stack in Westeuropa und eines der meistfotografierten Naturdenkmale Schottlands. Wie gewaltig die Erosionswirkung des Meeres in geologisch extrem kurzer Zeit wirken kann, wird an diesem Beispiel besonders deutlich: 1750 war das Gebiet noch ein headland, eine schmale Halbinsel, die an dieser Stelle ins Meer ragte, durch die schweren Stürme der 1820er Jahre wurde die Verbindung zum Festland endgültig gekappt, es entstand ein Stack mit einem mächtigen Felsentor an seiner Basis, das der Form den Namen gab: Ein auf zwei Beinen stehender alter Mann.


(tsp/ws)
Suche
News
Wetter
mehr Schottlandwetter

Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

Werbung
Impressum | Kontakt | Hinweis
© 2003 - 2009 by webdesign by s@ndkes & Team SchottlandPortal - All rights reserved