Einwohner insgesamt: 19.245
davon
in Kirkwall: 6.206
in Stromness: 1.609
Fläche insgesamt: rd. 950 km2
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Orkney, das sind 70+ Inseln vor der Nordküste des schottischen Festlandes, die sich über ein Seegebiet von ca. 61 mal 75 Kilometern verteilen. Vom Festland trennt sie der an seiner schmalsten Stelle nur knapp 6,5 Meilen breite Pentland Firth, einer der unberechenbarsten Meeresabschnitte vor der Küste Schottlands.
Kirkwall liegt ziemlich genau auf 59 Grad nördlicher Breite, also etwa auf einer Höhe mit Stockholm, und auf 3 Grad westlicher Länge, vergleichbar der schottischen Hauptstadt Edinburgh. Bis nach London sind es rund 800, ins benachbarte Bergen dagegen nur 350 Kilometer.
Das kleine "+" hinter der Zahl 70 ist dafür verantwortlich, dass die Flächenangaben und Küstenlängen je nach Quelle erheblich schwanken. Von den rund 950 Quadratkilometern Landmasse entfallen beinahe 875 Quadratkilometer auf die Hauptinsel, The Mainland, die durch feste Übergänge mit vier weiteren Inseln verbunden ist.
Von den etwa 900 bis 1000 Kilometern Küste sind (Faustregel) jeweils ein Drittel Sandstrände, Felsstrände sowie hohe und niedere Kliffs (über/unter 10 Meter Höhe).
Höchste Erhebung ist mit 455 Metern der Ward Hill auf Hoy, gefolgt vom Blotchnie Fiold auf Rousay und dem Ward Hill, Orphir, auf The Mainland. Das größte Binnengewässer bilden die miteinander verbundenen Lochs of Stennes bzw. Harray.
Gemessen an den mehr als 65.000 Rindern und 55.000 Schafen stellt der Mensch nur eine qualifizierte Minderheit unter den Bewohnern. Von den Einwohnern der Inselgruppe lebt etwa Drittel in der Hauptstadt Kirkwall. Zweitgrößter Ort ist die Hafenstadt Stromness. Stromness, das seine Blüte als Versorgungsstützpunkt der britischen Handels-, Entdecker- und Kriegsflotten seit Beginn der Neuzeit erlebte, ist von beiden Städten der ältere Siedlungsplatz. Es stand aber immer im Schatten Kirkwalls, das seit der späten Wikingerzeit mit Earlssitz, Bischofssitz samt Domkirche und angegliederter Song- bzw. Grammar School immer Verwaltungssitz und kulturelles Zentrum der Inselgruppe war.
Die Inseln sind ganzjährig mit Fähren und Flugzeug erreichbar. Im Verkehr zwischen den Inseln ist auch für die entlegensten Inseln mindestens eine Fährverbindung pro Woche und eine Flugverbindung täglich gewährleistet. Ein planmäßiger ÖPNV mit Bussen wird nur auf der Hauptinsel geboten.
Verwaltungsrechtlich ist Orkney ein selbständiges Island Council. Während die meisten bewohnten Inseln zugleich eigenständige Gemeinden darstellen, ist the mainland in insgesamt mehr als ein Dutzend Gemeinden gegliedert. In West-Mainland sind dies Firth mit dem Zentrum Finstown, Rendall, Evie, Birsay, Harray mit dem Dorf Dounby, Sandwick, Stennes, Orphir und Stromness, in Ost-Mainland die Gemeinden Holm, St Andrews mit den Teilgemeinden Tankerness und Toab und die Gemeinde Deerness. Auf der Grenze zwischen den beiden Inselteilen liegen die Stadt Kirkwall und ihre Umlandgemeinde St Ola. Im alltäglichen Sprachgebrauch werden aber häufig für Ortsangaben noch die regional präziser gliedernden Namen der alten "Kirchspiele" und traditionelle "Flurnamen" neben den Namen der Amtsgemeinden gebraucht.
Gesprochen wird eine Variante des schottischen Lowland Dialekts, der allerdings für Begriffe des alltäglichen Lebens stark mit skandinavisch geprägten Vokabeln durchsetzt ist.
Wer fährt auf die Inseln ... ?
Nun, die Orkney-Fan-Gemeinde ist klein und überschauhbar. Abgesehen von jener handvoll Spontanbesucher, die erst in Lairg erfahren haben, dass es da hoch im Norden noch ein paar sehenswerte Inseln geben soll, sind es im Wesentlichen:
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Naturkundlich, hier vogelkundlich interessierte Reisende (echte out- |
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door freaks, Experten ihres Interessensgebietes) |
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Urlauber, die irgendwann einmal begonnen haben, an archäologisch- |
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en, vor- und frühgeschichtlichen Themen Spaß zu finden (solche, die keine Handbücher und Reiseführer mehr brauchen, um Vergleiche mit Befunden aus Malta, Sardinien, Spanien oder Befunden auf dem schottischen Festland zu diskutieren) |
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ein paar Spezialisten für neuere Militiär- und Wirtschaftsgeschichte |
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(weder Militaristen noch Spät-Feudalisten und egal, ob sie tauchend oder landvermessend ihrem Hobby nachgehen) |
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Anhänger der schottischen/britischen Kultur und Lebensart ganz allge- |
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mein ,die aber von Bravehaert und Robert the Bruce, Elizabeth und Mary, Schlachtengetümmel, Tartans, Whisky-Trails und Festival Tattoos (bzw. dem damit verbundenen Touristikrummel) tendenziell eher genug haben. |
Für wen aber ein Odinshühnchen oder eine Silbermöwe eben nur Vögel sind, wer in einem jungsteinzeitlichen Dorfrest oder den dazugehörigen Grabanlagen nur graue Steine sehen kann oder wer bei der hier üblichen Varianten der "Highland Games" die Anwesenheit der Royalties vermissen wird, der sollte sich vorher fragen, ob der Abstecher/der Umweg lohnt.
Sicher, er wird weder von der Landschaft der einzelnen Inseln, die abwechselungsreicher ist als die der nördlichen Highlands, noch von den hier lebenden Menschen und schon gar nicht vom (statistisch) besseren Wetter enttäuscht sein. Er wird aber ebenso gewiss nicht das Schottland-Bild bestätigt kommen, dass er sich seit Wochen zurechtgelegt und bei der Anreise durch die Highlands vielleicht sogar mehrfach bestätigt gefunden hat.
Wer nur anreisen will, um Weltkulturerbe zu erleben, weil eben Weltkulturerbe zu seinem Standard- Urlaubsprogramm gehört, der sollte - mit Verlaub gesagt - lieber gleich daheim bleiben: Er wird weder substantiell noch vom begleitenden Touristenauflauf vergleichbar eine Akropolis oder ein Forum Romanum erleben - und das ist auch gut so. Zudem hat man aus den Fehlern in anderen Zentren des Weltkulturerbes gelernt, läßt auch bei noch so starkem Andrang nur soviel Besucher z.B. nach Skara Brae eintreten, das die Wardens noch alles überschauen können.
Gibt es sonst noch etwas, das man unbedingt wissen muss?
Ja: Lasst - wenn ihr mit Orkadiern redet - bitte das Plural-"s" am Ende von Orkney weg. Orkney ist bereits ein (korrumpierter) Plural von Orkneyjar und auf diesen letzten Rest ihrer alten Sprache sind die Orkadier stolz. Sie mögen das "s" nicht hören und wenn sie es hören (insbes. von Festlandschotten oder Engländern!) folgen meist ausführliche Anmerkungen zu diesem sprachlichen Gewaltakt, den man ihren Inseln antut. Von allen anderen Touristen "geduldet" ist allenfalls noch der Ausdruck "Orkney Islands", der zwar auch den "doppelten" Plural beinhaltet, aber immerhin der korrekten, modernen Council-Bezeichnung entspricht.
Ähnlich verhält es sich mit der Bezeichnung "Mainland" für die Hauptinsel, die bei den Orkadiern eben nicht einfach "Mainland" heißt: Sie reden ganz konsequent von The Mainland, immer mit dem bestimmten Artikel. Die Bezeichnung leitet sich ab vom altnordischen "Meginland" (was so viel heißt wie "die große Insel") der Sagas. Alternativ wird auch die Hauptinsel auch (wie die neue Fähre) Hrossay, die Pferdeinsel, genannt. Also: I toured The Mainland oder I visited Hrossay - aber bitte nie: Pomona, auch wenn dieser Namen in etlichen Schulatlanten oder Straßenkarten ausgewiesen wird. Pomona wird im Zusammenhang mit der Hauptinsel zwar in den Sagas genannt, bezeichnet dort aber nur einen ganz kleinen Teil (in der heutigen Gemeinde Stennes) bzw. das Gewässer zwischen The Mainland und Hoy (den heutigen Hoy Sound etwa). Als falsche Bezeichnung für die ganze Insel geht es zurück auf niederländische und französische Kartographen, die im 16. Jahrhundert die Inselwelt im Auftrag der schottischen Krone kartierten. Pomona heute - das ist ein Pub, ein Restaurant, ein Pub grub an der Stromness Road in Finston, nicht der schlechteste Pub auf Orkney.
Anmerkungen zu einzelnen Inseln des Archipels
The Mainland
Die größte Insel der Orkney. Sie teilt sich etwa an der engsten Stelle (Kirkwall-Scapa) in zwei ganz unterschiedlich gestaltete Teile. Eine kompakte Landmasse im Westen, ausgeformt als eine große Mulde, an deren tiefsten Stellen sich die Seen Loch of Stennes und Loch of Harray befinden, und eine reich zergliederte Osthälfte mit zahlreichen Buchten und kleineren Halbinseln.
Die ganze Insel wird intensiv landwirtschaftlich genutzt.
The Mainland ist extrem reich an archäologischen Denkmalen. Die wichtigsten wurden als Heart of Neolithic Orkney zusammengefasst und haben heute - als eine von drei Sites in Schottland - den Status eines Weltkulturerbes. Dazu gehören die steinzeitdörfer Skara Brae und Barnhouse Village, die Henge Monuments des Rings of Brodgar und der Stones of Stennes, das Gangkammergrab des Maes Howe sowie eine Reihe einzelner Standing Stones.
Zweitwichtigstes Kulturdenkmal ist der Brough of Birsay. Die Gezeiteninsel beherbergt die frühen Bischofs- und Earlspaläste der Winker, aber auch Reste älterer Besiedlung aus piktischer Zeit (Symbol Stone).
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| St Magnus Cathedral, Kirkwall |
Von den beiden Städten auf The Mainland ist Stromness mit der vollkommen unter Denkmalschutz stehenden Altstadt sicherlich die sehenswertere. Mit dem Ensemble von St Magnus Cathedral, dem Bishop's und dem Earl's Palace verfügt Kirkwall über die kulturhistorisch höherrangigen Einzelobjekte. Besuchenswert ist das in einem alten Herrenhaus untergebrachte Tankerness House - Orkney Museum mit seinen Ausstellungen zur Archäologie der Orkney sowie zur Stadtgeschichte von Kirkwall, zumal in den letzten Jahren etliche Originale aus den Zentralmuseen in Edinburgh hierher zurückgegeben wurden.
Großartige Naturdenkmale (Yesnaby Castle, The Gloup) runden das Angebot an Sehenswürdigkeiten für den Naturfreund ab.
Hoy
Die zweitgrößte Insel mit der höchsten Erhebung des Archipels, dem Ward Hill. Hoy gliedert sich in zwei Landschaftsteile: Den hügeligen Norden mit imposanten Kliffs (St John's Head) und Stacks (Ols Man of Hoy) und einen sanftgewellten Südteil, der stark landwirtschaftlich genutzt ist. Der Norden, der nach am ehesten von allen Orkney-Landschaften an die Highlands des Festlands erinnert, steht großflächig als RSPB-Reservat unter Naturschutz. Er beherbergt eine der größten Skua-(Raubmöwen-) Kolonien auf den britischen Inseln. An den Hängen der nördlichen Hügel findet sich eine für Schottland einmalige subarktisch-subalpine Pflanzengesellschaft, das Berriedale im Ford of Hoy markiert die nördliche Grenze der natürlichen Waldausbreitung auf den britischen Inseln (Hasel-Erlen-Espen-Buschwald).
Rousay, Egilsay, Wyre
Die hügelige Insel Rousay ist dem nördlichen Hoy nicht unähnlich. Auch die Höhenlagen Rousays sind als Vogelschutzgebiete ausgewiesen.
An der Südküste der Insel zieht sich eine Art "archäologische Meile" hin, entlang derer sich die gesamte Siedlungsgeschicht der Orkney von der Jungsteinzeit über die Wikingerzeit bis in unsere Tage auf einem Spaziergang erfahren läßt. Die Qualität der einzelnen Denkmale entspricht dabei durchaus der des Weltkulturerbes.
Das kleine Egilsay war Schauplatz der Ermordung des Earls Magnus und über jahrhunderte bischöfliche Residenz und Wallfahrtsort. An diese Tradition erinnert die in Schottland einmalige Inselkirche mit ihrem Rundturm, wie er sonst nur noch bei Kirchen in Irland zu finden ist. Ansonsten ist fast die ganze Insel einem einzigen Zweck gewidmet: Sie ist Schutzgebiet für den vom Aussterben bedrohten Wachtelkönig, der hier mit der weltweit größten Kolonie von 4 bis 6 Brutpaaren jährlich beheimatet ist.
Auf Wyre findet der Besucher die Fundamente von Cobbie Roo's Castle. Kohlbein Hruga ist ein wohlbekannter Held der Orkneyinga Saga und errichtete hier wohl zum erstenmal einen Haustyp, der dann als Norman Tower House überall auf den britischen Inseln und Irland Verbreitung fand.
Shapinsay
Die "Hausinsel" der Bewohner Kirkwalls ist in Gänze ein in Schottland einmaliges "Denkmal" für die Kulturlandschaftsgestaltung durch den Großgrundbesitz im Nachgang zu den Clearances. Kernstücke sind der Herrensitz Balfour Castle (heute Hotel) mit der zugehörigen Home Farm, das Landarbeiterdorf Balfour Village und die im Originalzustand erhaltene Feldmark mit ihren schachbrettartig aufgeteilten großen Schlägen.
Sanday
Eine in dieser Form und Größe in Schottland einmalige, rein aus Sandmassen aufgebaute Insel. Sehenswert sind insbesondere die großen Sandwattgebiete der Süd- und Nordküste mit ihrem einzigartigen Vogelbesatz.
In jüngster Zeit gemachte, spektakuläre Funde aus der Wikingerzeit, rückten die Insel wieder stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.
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| Cata Sands, Sanday |
Stronsay
Für viele Orkadier ist die Insel, ehemals eines der wichtigsten Zentren für Fischerei und Fischverarbeitung, die typischste aller Inseln des Archipels. Nicht von ungefähr ist sie die Heimat vieler Selkie Stories, der Geschichten über jene Wesen, die teils Seehund, teils Mensch waren. Durch die abgeschiedenen Lage (die Insel ist unbeschadet ihrer Größe erst seit wenigen Jahren täglich erreichbar) haben sich viele Traditionen des alten Orkney (etwa eine ausgeprägt traditionelle Küche) erhalten.
Zu dem Beherbergt die Insel mit dem Vat of Kirbister, einem gewaltigen Felsentor als Rest einer ehemaligen Gloup ein für Nord-West-Europa einmaliges Naturdenkmal.
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| Vat of Kirbuster, Stronsay |
Eday
Eigentlich die unspektakulärste aller Inseln, obwohl sie von allen Landschaftsformen auf Orkney einen kleinen Ausschnitt zeigt. Entsprechend wenig wird sie von Touristen beachtet - um so ruhiger können einige wichtige Naturdenkmale (Vogelschutzgebiete, die Kliffs von Red Head und Grey Head) wie auch einige Kulturdenkmale (Stone of Setter und die Gräber von Vinquoy Hill wie auch die Salt Pans auf dem Calf of Eday) genossen werden.
Westray
Lange Jahre nur durch das einmalige Noltland Castle (ein Wehrschloss der Renaicance mit z-förmigen Grundriss) bekannt, entpuppt sich die Insel in den letzten Jahren als ein wahrer Hort von einmaligen Zeugnissen der Wikingerzeit. Der Schwerpunkt der archäologischen Aktivitäten liegt dabei auf den Links of Noltland mit ausgedehnten Siedlungsresten und einem großen Gräberfeld.
Interessante Natur bieten insbesondere die Kliffs der Nordwest- und der Südostküste; letztere beherbergt die größte Puffin-Kolonie auf Orkney.
Papa Westray
Papay, die Mönchsinsel, wie sie auch genannt wird, bietet zusammen mit dem per Schlauchboot zu erreichenden Holm of Papay für alle Natur- und Kulturfreunde etwas - und das fußläufig. Große Vogelkolonien im naturbelassenen Norden und auf dem Holm (Seeschwalben), einzigartige vor- und frühgeschichtliche Denkmale (Knap of Howar, das mit Sicherheit älteste, aus Stein gebaute Haus Mittel- und Nordeuropas) bis hin zum Ensemble der Hollandfarm, die einerseits als moderne Farm bewirtschaftet wird, andererseits selbst ein Denkmal der Agrar- und Technikgeschichte ist.
Daneben etwas, was sich nicht als Objekt oder in einer Ausstellung fassen läßt: Eine höchst aktive Inselgemeinde, getragen von der Coop der Insel, die die Verantwortlichen Politikmacher in Kirkwall und Edinburgh wiederholt an den Rand der Verzweifelung getrieben hat.
North Ronaldsay
Sicherlich nicht die entlegenste, dauerhaft besiedelte Insel Schottlands, wohl aber die mit ältesten demokratischen Traditionen, die mindestens soweit zurückreichen wie die weitaus bekanntere Tradition Islands. Das "Parlament", das sind die "Zwölf Schafgeschworenen", deren eigentliche Aufgabe ist, den wild im Deichvorland lebenden Bestand der North Ronaldsay Sheap, einmal jährlich gerecht auf alle Grundbesitzer zu verteilen. Daneben sind sie aber auch Friedensrichter, Standesbeamte usw., wickelten lange Zeit praktisch unbehelligt das Öffentliche Leben der Insel ab.
South Ronaldsay, Burray, Lamb Holm, Glims Holm
Alle vier Inseln sind durch die Churchill Barriers oder Causeways mit The Mainland verbunden, mit denen auf Befehl Churchils während des zweiten Weltkriegs die östlichen Zufahrten zur Bucht von Scapa Flow verbaut wurde. Alle vier Inseln werden mit Ausnahme einiger kleinerer Schutzgebiete wie die Dünenlandschaft der Burray Links intensiv landwirtschaftlich genutzt.
Zu den wichtigsten Attraktionen zählen sicherlich The Tomb of the Eagles und der Liddle Burnt Mount, beide im Süden von South Ronaldsay und unweit des Piers der John o'Groats Ferry gelegen.
Flotta
Flotta war während des zweiten Weltkriegs und noch lange danach von jeglicher Zivilbevölkerung geräumt. Der Tatsache, dass sie unter Militärverwaltung stand und somit der Planungshoheit der zuständigen Regionalbehörden weitestgehend entzogen war, verdankt die Insel den Flotta Oil Terminal, die wichtigste Einkommensquelle von Orkney. Hier wird das durch Pipelines von den Ölfeldern der Nordsse kommende Rohöl und Gas wieder voneinander getrennt und bis zum Abtransport durch Tankschiffe zwischengelagert.
(tsp/ws)
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