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| Städte im Überblick |
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Unter den selbständigen Gebietskörperschaften Schottlands (Unitary Authorities 2001) gibt es vier City Councils, kreisfreie Städte, wie man sie in Anlehnung an die deutsche Terminologie bezeichnen könnte. Dies sind der Größe nach
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Edinburgh |
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Glasgow |
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Aberdeen |
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Dundee |
Edinburgh
Edinburgh ist die alte und neue Landeshaupstadt Schottlands, seit dem Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts wieder Sitz des neuen schottischen Parlaments und der teilautonomen Regierungsverwaltung. Diese Funktionen hatte die Stadt schon einmal ab etwa dem 15. Jahrhundert und bis zur Bildung des Vereinigten Königreiches.
In der zweitgrößten Stadt Schottlands leben heute etwas mehr als 430.000 Einwohner, das sind rund 8,5% der Einwohner Schottlands insgesamt.
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Edinburgh, oder wie die Stadt auch von Insidern genannt wird : "Auld Reekie", ist aber nicht nur Regierungs- und Verwaltungssitz sondern auch ein wichtiges vielleicht das wichtigste - kulturelle und touristische Zentrum des Landes. Dazu tragen ganz wesentlich die großen Museen (u.a. Museum of Scotland) und nationalen Kunstsammlungen (z.B. National Portrait Gallery of Scotland) aber auch die international bekannten Festivals (Edinburgh Festival und das inzwischen nahezu gleichbedeutende Fringe Festival, das einstige Alternativfestival) bei. |
Die Altstadt von Edinburgh - genauer gesagt die Stadtteile Old Town und New Town - gelegen zwischen dem weltberühmten Edinburgh Castle und dem jüngeren Königsschloss von Holyrood gehört als eine von insgesamt drei Sites in Schottland zum Weltkulturerbe.
Glasgow
Der Tradition nach geht Glasgow auf eine Gründung des schottischen Nationalheiligen Mungo zurück, der auch in den Mauern der Glasgower Kathedrale bestattet ist. Schon früh entwickelte sich aber die Stadt - wie die ganze Region am Clyde - zu einem bedeutenden Wirtschafts- und Handelsraum, der in seiner gesamten frühen Entwicklung durch seine Beziehungen zum benachbarten Irland geprägt wurde.
Spätestens zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte Glasgow alle anderen schottischen Städte nach Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft überflügelt. Seitdem ist Glasgow mit heute 629.500 Einwohnern (entsprechend rd.12, 4% der Einwohner Schottlands) immer die größte Stadt und das wichtigste Wirtschaftszentrum des Landes geblieben.
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Man wird der Stadt aber nicht gerecht, betrachtet man sie nur als Wirtschaftsmetropole und Zentrum des einzigen städtischen Agglomerationsraumes in Schottland. Als Standort zahlreicher Werften und Hafenindustrien war sie das industrielle Zentrum Schottlands, später auch dessen Finanzmetropole. Geprägt von einem reichen Mäzänatentum etwickelte sie sich aber spätestens seit Macintosh und den Zeiten des Jugendstils zu einem führenden Zentrum moderner Kunst auf der britischen Insel. |
Im Zuge umfassender Modernisierungen der Altindustriegebiete entlang des Clyde wird das moderne Glasgow immer mehr zu einem bedeutenden Zentrum der white color industries und der neuen Medien.
Aberdeen
Knapp 185.000 Einwohner lebten nach den Ergebnissen der Bevölkerungszählung von 2001 in der drittgrößten Stadt des Landes. Als Hafen und Industriestandort hat die Stadt an der Ostküste aber lange Jahre im Schatten des regionalen Verwaltungszentrums des Nordens, Inverness, gestanden.
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Einen ersten, bedeutenden Funktions- zuwachs erlebte die Stadt, als sie zu Beginn des Dampfschiffzeitalters zum Ausgangs- punkt für die regulären Fährverbindungen mit den Northern Isles (Orkney und Shetland) wurde. Mit einem Schlag vergrößerte sich der Einzugsbereich der Stadt (in Relation der Bevölkerungszahlen) und damit ihre Wirtschaftskraft als Regionalzentrum um annähernd ein Drittel. |
Einen zweiten Boom erlebte die Stadt, als sie in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts zum Zentrum für die Erschließung der neu entdeckten Erdölfelder in der Nordsee wurde. Ihre neue Funktion als logistische Basis für diesen Wirtschaftszweig förderte die Ansiedlung zahlreicher Betriebe aus dem HighTech-Sektor in der Stadt wie in ihrem näheren Umland. Geringe Arbeitslosigkeit, hohes Qualifikations- und Einkommensniveau kenzeichnen die wirtschaftliche Stärke der Stadt, in der viele die modernste aller schottischen Städte sehen.
Dundee
Dundee war seit dem Mittelalter neben Leith (Edinburgh) das zweite wichtige Handels- und Industriezentrum Schottlands an der Nordseeküste. Mit nicht mehr ganz 155.000 ist es aber bis heute die viertgrößte Stadt Schottlands geblieben. Niedergehende Altindustrien einerseits mangelnder Zuzug moderner Unternehmen andererseits kennzeichnen die wichtigsten Probleme mit denen die Stadt im Rahmen ihres anhaltenden Umstrukturierungsprozesses zu kämpfen hat.
Dabei hat Dundee nie eine Rolle als kulturelles oder politisches Zentrum vergleichbar den drei vorgenannten Großstädten gespielt. In dieser Hinsicht hat es immer im Schatten benachbarter Orte wie St Andrews, Arbroath oder Perth gestanden.
Sonstige städtische Zentren
Alle übrigen schottischen Städte fallen nach Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft deutlich hinter die vorgenannten zurück. Drei von ihnen sollen dennoch kurz genannt werden, weil sie sich in ihrer geschichtlichen Bedeutung und/oder ihrer Stellung als regionales Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum deutlich von allen anderen unterscheiden.
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| Das schottische Staatswappen, das St Andrew's Cross, und der Wappenlöwe der schottischen Könige im Wappen Stirlings. |
Zum einen sind da Stirling (32.700 Einwohner) und Perth (43.450), die lange mit der heutigen Hauptstadt Edinburgh um die Vormachtstellung im schottischen Königreich rangen: Perth als das städtische Zentrum zum benachbarten Scone, dem Krönungsort aller schottischer Könige, Stirling mit seinem Castle, der über lange Jahrhunderte wichtigsten Reichsfestung, Hort der Reichsinsignien und des Staatsschatzes. Ihrer historischen Bedeutung verdanken beide Städte ihren heutigen Stellenwert als Fremdenverkehrszentren. Stirling Castle ist der zweitwichtigste Touristenmagnet in Schottland überhaupt. Während Perth ansonsten nur noch als Verwaltungszentrum der Region Perth & Kinross eine Rolle spielt, kommt Stirling mehr und mehr eine Bedeutung als als Entlastungsstandort (u.a. als Wohnstandort für gehobene Einkommensschichten) am Rande der Midland Conurbation zwischen Glasgow und Edinburgh zu.
Die dritte Stadt, die in diesem Zusammenhang genannt werden muss, ist Inverness. Als historischer und gegenwärtiger Zentralort der gesamten Region Highland kommt der Stadt mit nicht einmal 41.000 Einwohnern eine funktionale Stellung zu, die man in Städten dieser Größenordnung auf dem Kontinent vergeblich sucht. Aufgrund der traditionell guten Verkehrsverbindungen in alle Highlandgebiete ist sie zudem der Ausgangspunkt für den Highlandtourismus schlechthin.
Alle anderen Städte haben funktional deutlich geringeres Gewicht, selbst wenn sie wie Dumfries oder Ayr etwa gleichgroß oder gar größer als die vorgenannten Orte sind. Das darf aber nicht hinwegtäuschen, dass gerade im äußersten Norden (Orkney und Shetland) und auf den Western Isles wiederum ausgesprochene Kleinstädte mit nur knapp über 2000 Einwohnern wie Lerwick, Kirkwall oder Stornoway bei öffentlichen wie privaten Dienstleistungen (z.B. Lokal- und Regionalverwaltung, Freizeit-, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Einzelhandel, sog. helfende und beratende Berufe) oftmals eine Servicebreite vorhalten, die man in vielfach größeren Orten auf dem Festland vergeblich sucht.
(tsp/ws)
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