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| Edinburgh - Eine Woche beim Festival Fringe |
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Stadturlaub - statt Urlaub?
Eigentlich sollte es "nur" ein Reisebericht werden - herausgekommen ist aber weit mehr als das Protokoll einer ungewöhnlichen Schottlandreise. Kein Wunder, denn welcher Schottlandfan begann seine Karriere schon mit einem reinen Stadturlaub in Edinburgh, dies auch noch zu einer Jahreszeit, in der die Stadt alljährlich wegen der zahlreichen Veranstaltungen und noch größeren Touristenzahlen als sonst üblich aus allen Nähten zu platzen droht?
Herausgekommen ist weit mehr als nur ein persönliches Reisetagebuch. Es ist der schlichte Nachweis, dass man keinesfalls im Trubel der Großstadt untergehen muss - vorausgesetzt, man hat eine gründliche Planung gemacht und sich trotzdem die Flexibilität erhalten, um im Zweifel ganz spontan reagieren zu können. Dann kann man auch bei dollstem Trubel ein Eckchen finden, um sich zu erholen, bevor man sich wieder dem fröhlichen Treiben widmet.
Scheinbar nebenbei entdeckt man dann auch Teile des wahren Gesichtes einer solchen Großstadt, legt allmählich auch die Scheu ab, sich den Schattenseiten zu widmen, den Blick in die Normalität und hinter die Kulissen zu riskieren. Man entdeckt geschäftige Vororte, die Tristesse einzelner Quartiere, die Parks und die Pubs der Einheimischen. Auch so gesehen ist der Bericht mehr, es ist der Versuch einer vorsichtigen Annäherung - auf touristischen Pfaden zwar, aber ohne Scheuklappen, ohne Rucksack voller Klischees, die im Zweifel eh nicht bedient worden wären.
Schottland bietet eben nicht nur die weite, wilde Landschaft und Natur, Ruhe und Einsamkeit, es bietet auch faszinierende Stadtlandschaften mit Licht- und Schattenseiten, mit Jubel, Trubel und Heiterkeit wie zu Zeiten des Festival Fringe.
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| Idyllisches Rasten im East Princess Street Garden |
Eine Woche beim Festival Fringe in Edinburgh Als ich mich entschloss, einen Bericht über meine Reise nach Edinburgh zu schreiben, tauchte die Frage auf, ob es ein Reisebericht oder eher ein persönliches Reisetagebuch werden soll? Da es nicht die klassische Rundreise sondern ein Stadturlaub war, erschien mir die zweite Variante irgendwie passender. Nun werden sich eingefleischte Schottlandliebhaber wundern. warum man als Neuling ausgerechnet zuerst nach Edinburgh will. Der Grund dafür ist schlicht: Ich mache sehr gerne Städtereisen und ich wollte unbedingt zum Festival Fringe. Meine Freundin, mit der ich die Woche unterwegs war, wollte zum Military Tattoo. |
 Die Autorin beim (hier versteckten Bierchen) im "Mitre" |
Im Klartext heißt das, dass wir zur Haupturlaubszeit in die Hauptstadt fuhren, die ca. 500.000 Einwohner hat und im August zur Festivalzeit täglich ca. 500.000 Besucher ertragen muss. Nicht jedermanns Sache aber wir wollten es wagen.
Bereits im Dezember buchten wir Flug, Hotel und die Tickets fürs Edinburgh Military Tattoo, da der August verständlicherweise frühzeitig ausgebucht ist. Im August finden nicht nur das Tattoo und das Fringe statt, sondern noch ein Filmfestival, ein Buchfestival, ein Blues- und Jazzfestival und das "klassische" Edinburgh Festival. Das Programmheft für das Festival Fringe kommt jeweils ein paar Wochen vorher raus und im Juni habe ich es dann übers Internet bestellt. Das hat uns erst einmal umgehauen: Mehrere Rubriken wie etwa Comedy, Theater, Music, Events, Exhibitions, hunderte von Veranstaltungsorten, tausende von teilnehmenden Künstlern. Wie sollte man da eine Vorauswahl treffen?
Wir haben es dann etwas eingegrenzt, indem wir Comedy und Theater außen vor ließen, da wir unseren Englischkenntnissen nicht so ganz über den Weg trauten. Die Ausstellungen haben uns auch nicht so sehr interessiert, blieben also noch die Sparten Musik und Events übrig. Daraus haben wir anhand der Beschreibungen und der Fotos im Programmheft ausgewählt und dann die Tickets bestellt.
Natürlich wollten wir uns auch die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten anschauen und - damit nicht genug - bei einer kleinen Landparty zumindest einen kurzen Blick auf die schottische Landschaft werfen.
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| Castle Hill im Festtagsschmuck |
Doch nun zu meinem Bericht (So, 06.08.06 - So, 13.08.06):
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| … also hinein ins Vergnügen - TapEire, Devine Dance Company … on stage at "The Caves", Niddry |
(tsp/AMu)
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