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Der Süden Schottlands - Überblick
copyright tsp/ws Der Süden Schottlands umfasst all jene Landesteile, die man umgangssprachlich als Lowlands bezeichnet. Man muss sich dabei aber im Klaren sein, dass der Begriff Lowland eigentlich vom sprachwissenschaftlichen Aspekt her hommt, vergleichbar dem "Niederdeutschen".

Auf keinen Fall darf man "low" auf die Topographie und das Relief beziehen. Sicher, die Erhebungen im Süden sind durchweg weniger hoch und ausgeglichener geformt als in den Highlands, aber "flach", gar "Tiefland" vergleichbar dem deutschen Begriff "Norddeutsches Tiefland" sind die Lowlands in der Summe keinesfalls.

Großräumig betrachtet lassen sich folgende Gebiete ausgliedern:

Das südliche Grenzgebiet nach England wird im Osten beherrscht von
den Cheviot Hills mit der vorgelagerten Niederung des Tweed, die seit altersher die Grenze markiert. Das westliche Gegenstück, die Niederung des Esk und Irthing liegt heute überwiegend auf der englischen Seite, findet nördlich der Grenze aber kleinere Fortsetzungen mit den Niederungsgebieten der Flüsse Nith und Annan.
Gen Norden werden die Niederungsgebiete begrenzt durch die
Southern Uplands, die von Südost nach Nordwest streichend einen nahezu durchgehenden Riegel über die ganze Insel ziehen.
Naturräumlich gesehen schließt sich nach Norden das Midland Valley
an, dessen Gesamtcharakter heute ganz wesentlich von der Midland Conurbation, dem einzigen städtischen Verdichtungsraum Schottlands, zwischen Clyde und Forth und den städtischen Zentren von Glasgow, Stirling und Edinburgh geprägt wird.
"North of Clyde and Forth" beginnt für viele Schottlandfans eigentlich
erst das, was landschaftlich (wenngleich arg verkürzt) mit "Schottland" gleichgesetzt wird. Im Westen erreicht man schnell ein reich gegliedertes Bergland mit eingebetteten Seen und stark gegliederten Küsten, das dann allmählich in die Südabdachung der Grampians mit den typischen Glens übergeht. An der Ostküste finden sich dagegen noch einmal größere Hügelländer (insbesondere in Kinross und Fife), in die z.T. ausgedehnte Niederungsgebiete eingebettet sind (Strathmore), bevor es auch hier in die bergigeren Regionen die Südabdachung der Grampians geht.

Die Höhen der Grampians selbst markieren dann so etwas wie eine Grenze zwischen dem Norden und dem Süden Schottlands.

Alles in allem bietet der Süden, bieten die Lowlands, eine rasche Abfolge sehr unterschiedlich gestalteter Natur- und Kulturräume, ist damit genauer betrachtet wesentlich abwechlungsreicher als der aus der Touristenperspektive bekanntere Norden, die in sich homogener strukturierten Highlands.


(tsp/ws)
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