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Reisetipps Verkehrsmittel |
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| Inlandreisen mit dem Postbus |
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Mit der Neuorganisation der Briefzustellung in den 60er-Jahren wurde schnell klar, dass zumindest einige der Strecken, die von den roten Postautos auch in den entlegensten Winkeln des Landes befahren werden, sich hervorragend als sicheres Ergänzungsangebot zum ÖPNV eignen würden. Nach einem kurzen Probebetrieb begann 1967 der reguläre Postbusdienst mit einem landesweiten Netz.
Die Postbusse bedienen insbesondere den ländlichen Raum. Die normalen Strecken werden i.d.R. montags bis freitags täglich mindestens zweimal befahren: Der morgendliche Zustelldienst abgehend aus den größeren Zentralorten, der abendliche Sammeldienst zurück aus der Fläche in die Zentralorte. Morgend- und Abendstrecken weichen auf einigen Linien voneinander ab, auf anderen können sie im Bedarfsfall abweichen. Man erhält dann aber immer eine verbindliche Auskunft beim Fahrer des Morgendienstes, mit dem man auch gelegentlich einen pick-up-point auf freier Strecke vereinbaren kann. Auf besonders wichtigen Strecken gibt es zudem einen samstäglichen Vormittagsdienst, nur ganz wenige Strecken (meist Streckenverlängerungen wichtigerer Hauptlinien) werden nur einmal täglich bedient.
Auf den Inseln sind die Postbusse grundsätzlich auf die postliefernden Fähren bzw. Flieger abgestimmt, was die Durchführung von Tagesausflügen zu entlegeneren Inseln erheblich erleichtert. Sonntags ruht der Postbusverkehr landesweit.
Viele Postbusstrecken laufen Zwischenziele abseits der Hauptverkehrsstraßen an, so dass man fast überall die landschaftlich schönsten Ziele erreichen kann. Dies ist - neben den immer unterhaltend über Land und Leute informierenden Fahrern - mit ein Grund, warum die Postbusse gerade bei Backpackern inzwischen Kultstatus haben.
Hinzu kommt, dass die Tarife vergleichsweise günstig sind. Die Preise lagen im Sommer 2003 für Kurzstrecken (meist unter 10 Meilen) zwischen 0,40 und 1,00 GBP, für Langstrecken zwischen 2,00 und 4,00 GBP (wbei die Langstrecken im Einzefall deutlich über die 100 Meilen gehen).
Zum Einsatz kommen meist Kombi-PKW, seltener Geländewagen und auf einigen, touristisch stärker genutzen Strecken bzw. auf Verbindungsstrecken zwischen zwei größeren ländlichen Zentralorten auch Minibusse. Trotzdem: Das Platzangebot (auch für Gepäck!) ist begrenzt! ... und die "Busse" wenden sich mit ihrem Ergänzungsangebot vorrangig an die einheimische Bevölkerung in abgelegenen Dörfern, die sonst keine Reisemöglichkeiten haben.
Es gilt zwar der Grundsatz, dass man den Postbus an jeder Stelle entlang der Strecke anhalten kann (vorausgesetzt Straßen-, Wetter und Beladeverhältnisse lassen einen Stopp und sicheres Ein-/Aussteigen zu), aber darauf sollte man sich nur auf den Strecken verlassen, die häufiger abgefahren werden und nur dann, wenn später am Tage noch ein Wagen vorbeikommt. Also unbedingt rechtzeitig informieren, alle Infos vor Ort schnellstmöglich gegenchecken und möglichst sofort buchen.
Für alle frei vereinbarten pick-ups an der Strecke gilt eine zwingende Regel: Rechtzeitig am richtigen Ort sein! Es wird nicht gewartet, da die Autos zu genau feststehenden Zeiten an ihren Sammel- und Umschlagspunkten sein müssen. Ein Uhrenvergleich bei der Verabredung ist also immer sinnvoll!
(tsp/ws)
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